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Die Þiðreks saga af Bern als montierter Text
Gerhard Reschreiter
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Robert Nedoma
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.11911
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29304.28708.403654-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Bei der Lektüre der altnorwegischen Þiðreks saga af Bern fallen einem sofort die zahlreichen Unstimmigkeiten und Brüche auf, die diesen dennoch höchst interessanten Text charakterisieren. Zurückzuführen sind diese auf mehrere Ursachen. So ist die älteste uns überlieferte Fassung nicht vollständig erhalten und lässt zudem erkennen, dass an ihr mehrere Schreiber, die zum Teil unterschiedliche Konzeptionen verfolgten, gearbeitet haben. Daraus ergibt sich eine nicht immer konsistente Gesamtstruktur der vorliegenden Fassungen der Saga. Trotzdem konnte die Forschung der letzten drei Jahrzehnte zeigen, dass es sich bei dem Text nicht um eine bloße Sammlung heldenepischer und „spielmännischer“ Stoffe handelt, sondern um ein nach einem bestimmten Plan angeordnetes Werk. Viele Widersprüche ergeben sich indessen auch, wenn man die Frage nach der Gattung stellt, der sie zugehörig ist. Nach stofflichen Kriterien wäre sie wohl zu den Fornaldarsögur zu zählen, aber einiges spricht auch dafür, sie den übersetzten Riddarasögur zuzuordnen, die allerdings vorwiegend auf romanischen höfischen Quellen basieren. Es handelt sich bei ihr also um einen hybriden Text. Als gutes Modell, dieses Phänomen zu beschreiben, hat sich jenes der intertextuellen Montage erwiesen. Von diesem ausgehend wird in der Arbeit gezeigt, dass die Þiðreks saga nicht nur ihre Teilgeschichten nach einem bestimmten Konzept angeordnet, sondern auch Motive aus „fremden“ literarischen Kontexten eingefügt hat, um eigene Intentionen zur Geltung zu bringen. Da uns ihre direkten Quellen fehlen, kann diese These zwar nicht bewiesen, aber mithilfe gewichtiger Indizien untermauert werden. Eines davon ist das mehrmalige Vorkommen eines Motivs im Text, und folgerichtig setzt sich die vorliegende Untersuchung stellvertretend mit dem Motiv der falschen Namensnennung, dem der wilden Frau, dem Siegstein-, kolbítr-, Räuberkampf und dem Drachenkampf-Motiv auseinander.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Þiðreks saga Montage Intertextualität Heldendichtung
Autor*innen
Gerhard Reschreiter
Haupttitel (Deutsch)
Die Þiðreks saga af Bern als montierter Text
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
117, 1 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert Nedoma
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.99 Literaturwissenschaft: Sonstiges ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.02 Germanische Sprachen und Literaturen: Allgemeines
AC Nummer
AC08349966
Utheses ID
10745
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
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