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Wie bewohnt man virtuelle Räume?
mit der Philosophie des Wohnens zu einer Phänomenologie des virtuellen Raums
Maria Schörgenhumer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Madalina Diaconu
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29647.16628.648759-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Als Gegengewicht zu in der Raumfrage häufig abstrakt und vage – oder überhaupt stumm – bleibenden Cyberspace-Theorien wird in dieser Arbeit ausgehend von der Idee des Wohnens, die dazu herausfordert, Raum als erlebten, gelebten Raum aufzufassen und Mensch und Raum zusammenzudenken, der phänomenologische Versuch unternommen, den virtuellen Raum hinter dem Computerbildschirm auf seine Wohnqualitäten zu befragen – mit dem Ziel, eine differenzierte Nah- und Innenansicht von ihm zu gewinnen, ihn als in sich gegliederten, bedeutungsvollen Raum menschlichen Lebens zu explizieren und in ihm mögliche Orte, Innenräume des Wohnens zu erschließen. Nachdem in einem ersten Abschnitt der virtuelle Raum des Computers als eigenständiges Phänomen auf den Begriff gebracht, von anderen – zu engen oder zu weiten – Begriffen abgegrenzt und in seinen grundlegenden Merkmalen charakterisiert worden ist, steht die Philosophie des Wohnens im Mittelpunkt der Arbeit, wobei anhand einer eingehenden Analyse der Konzepte von Martin Heidegger, Gaston Bachelard, Otto F. Bollnow, Peter Sloterdijk, Dieter Funke und Peter King Grundzüge des Wohnens bzw. des bewohnten Raums herausgearbeitet werden. Im dritten Teil schließlich gilt es, diese auf den virtuellen Raum anzuwenden und begreiflich zu machen, inwiefern er bewohnbar ist, was wir als wohnende Wesen in ihm suchen – und wo und wie es in ihm bergende Innenräume des Wohnens geben kann. Daraus ergibt sich nicht nur eine differenzierte Charakteristik des virtuellen Raums, sondern nicht zuletzt auch die Möglichkeit, das Verhältnis von virtuellem und realem Wohn-Raum neu zu bestimmen.
Abstract
(Englisch)
Against the vagueness or even lack of ‘space’ in many theories of cyberspace this thesis is interested in describing it from a phenomenological point of view – in terms of dwelling. The idea of dwelling, which is connected to a specific concept of space – the concrete space we live in, human space –, invites to take a closer look at the virtual space behind the computer screen in order to understand it as meaningful environment, subdivided into manifold places and interiors. The first chapter deals with problems of definition and points out the basic features of virtual space. The following section is dedicated to the philosophy of dwelling and provides an in-depth analysis of the concepts by Martin Heidegger, Gastond Bachelard, Otto F. Bollnow, Peter Sloterdijk, Dieter Funke and Peter King. The results of this investigation, the fundamental characteristics of dwelling (and the space of dwelling), are finally applied to the space behind the screen in chapter three to clarify how, where and to what extent it can be inhabited, what is in it for us as beings who dwell, and where and how there can be sheltering interiors. This perspective does not only lead to a differentiated view of virtual space, but may also put a new complexion on the relation between virtual space and the real space of dwelling.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Virtual Space Cyberspace Dwelling Philosophy Phenomenology Space
Schlagwörter
(Deutsch)
Virtueller Raum Cyberspace Wohnen Philosophie Phänomenologie Raumtheorie
Autor*innen
Maria Schörgenhumer
Haupttitel (Deutsch)
Wie bewohnt man virtuelle Räume?
Hauptuntertitel (Deutsch)
mit der Philosophie des Wohnens zu einer Phänomenologie des virtuellen Raums
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
151 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Madalina Diaconu
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie ,
08 Philosophie > 08.42 Kulturphilosophie ,
54 Informatik > 54.88 Computer in der Freizeit
AC Nummer
AC08476492
Utheses ID
11006
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1