Detailansicht

Running with Passion
PSS-D: Deutsche Adaption der Passion Scale zur Erfassung der Leidenschaft bei Läuferinnen und Läufern
Verena Jandrasits
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Sabine Würth
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30122.19953.327766-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Theoretischer Hintergrund: Der Definition von Vallerand et al. (2003) entsprechend zeichnet sich Leidenschaft durch die starke Neigung und den Wunsch aus, in eine hoch geschätzte und subjektiv bedeutsame Aktivität Zeit und Energie zu investieren. Abhängig von der Form des Internalisierungsprozesses (autonom vs. kontrolliert) wird im Dualistischen Modell von Passion (DMP) zwischen den Ausprägungen Harmonious Passion (HP) und Obsessive Passion (OP) differenziert. Bisherige Untersuchungen zeigten, dass harmonische Leidenschaft generell mit positiven Auswirkungen wie Flow und positiven Emotionen verbunden ist. Obsessive Leidenschaft hingegen weist ten-denziell negative Effekte auf. Ziel der Arbeit ist es, mit der deutschen Version der Pas-sion Scale ein reliables und valides Messinstrument zur Erfassung der Leidenschaft im Sport zu konzipieren und gleichzeitig die Passion Scale für den deutschen Sprachraum nutzbar zu machen. Weiters wird das Konzept von Passion in den Kontext der psychi-schen Aspekte der Sportart Laufen gebracht und erste psychometrische Befunde aus einer Stichprobe von Läuferinnen und Läufern gewonnen. Fragestellung: Welche Parameter haben Einfluss auf die Ausprägung der Leiden-schaft bei Läuferinnen und Läufern? Wird obsessive Leidenschaft von den Faktoren Trainingsumfang, Motivation und Wettkampf im Wesentlichen beeinflusst? Methodik: Die Überprüfung der Reliabilität und Validität der 16-Items umfassenden, übersetzten Version (PSS-D) erfolgte im ersten Schritt mittels onlinebasierter Prä-Post-Untersuchung mit einer Stichprobe von n=129 (MZP 1) und n=63 (MZP 2) Sportlerin-nen und Sportlern. Anschließend wurde die Hauptstudie, für welche 338 teilnehmende Läufer/innen verzeichnet werden konnten, durchgeführt. Ergebnisse: Zusammenfassend weisen die Werte auf eine vollständige Replizierbarkeit der Originalversion hin und liefern Bestätigung für das Dualistische Passion Model von Vallerand et al. (2003). Weiters ergeben sich die erwarteten korre-lativen Zusammenhänge von Passion mit Befindlichkeit und Flow. Mit der PSS-D konn-te für den deutschsprachigen Raum sowohl in der sportartunspezifischen als auch jener Version für den Laufsport ein valides, reliables und stabiles Instrument zur Erfassung der Leidenschaft konstruiert werden. Als signifikant für die Ausprägung einer Lei-denschaft erweisen sich die Variablen Trainingspensum (Gesamttrainingszeit in h) und Wettkampfteilnahme. Obsessive Leidenschaft geht mit höheren Werten zu Gesamttrai-ningszeit, Athletischer Identität, Exklusivität und introjizierter Motivation einher. Schlussfolgerung: Mit der PSS-D liegt ein Messinstrument vor, mit welchem das Konstrukt der Leidenschaft im Sport reliabel, valide und ökonomisch erfasst werden kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Leidenschaft Laufsport PSS-D
Autor*innen
Verena Jandrasits
Haupttitel (Deutsch)
Running with Passion
Hauptuntertitel (Deutsch)
PSS-D: Deutsche Adaption der Passion Scale zur Erfassung der Leidenschaft bei Läuferinnen und Läufern
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
148 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Würth
Klassifikation
76 Sport, Freizeit, Erholung > 76.11 Sportsoziologie, Sportpsychologie
AC Nummer
AC08347421
Utheses ID
11101
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1