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Die frühmittelalterlichen Grabfunde von Micheldorf / Kremsdorf, OÖ
Barbara Hausmair
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Erik Szameit
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13024
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10302.91493.478765-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit widmet sich der Aufarbeitung des archäologischen Fundmaterials des Bestattungsareals von Micheldorf/Kremsdorf, OÖ, welches seit über hundert Jahren als Fundstelle frühmittelalterlicher Bestattungen bekannt ist. Durch typochronologische Analysen des Fundstoffes wurde eine zeitliche Einordnung des Gräberkomplexes vorgenommen und ein Einblick in die kulturellen Prozesse des 8. und frühen 9. Jahrhunderts im südöstlichen Oberösterreich ermöglicht. Verschiedenste kulturelle Einflüsse spiegeln sich im Beigabenmaterial der Verstorbenen wieder. An der Peripherie des bairischen Herzogtums gelegen, beginnt ab der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts eine durch die Kirchenorganisation noch nicht erfasste Bevölkerung ihre Toten in Kremsdorf zu bestatten, wobei die Trachtausstattung durch spätmerowingerzeitliche Elemente geprägt ist (Pressblechfibel, Körbchenohrgehänge, Brakteat). Als Folge der karantanischen Ethnogenese kommt es im 8. Jahrhundert zum Auftreten materieller Güter aus dem karantanischen Raum (Stabarmreifen, Gürtelgarnitur, Ohrringe) im Kremstal, was auch mit dem Fortbestehen der alten, römischen Verkehrsverbindungen über den Phyrnpass zusammenhängt. Im Zuge einer intensivierten salzburgischen Mission im Ostalpenraum nach den Awarenkriegen, kommt es auch im Kremstal zur schrittweisen Einbindung der Bevölkerung in die kirchlichen Organisationsstrukturen, was zur Aufgabe des Gräberfelds von Kremsdorf und der anknüpfenden Belegung des christlichen Friedhofs um die Kirche am Georgenberg führt.
Abstract
(Englisch)
The dissertation concerns the archaeological finds of the early medieval burials of Micheldorf/Kremsdorf, Upper Austria, a site that has been known for more than a hundred years. Through typochronological analyses of the grave goods a chronological sequence of the cemetery has been developed, that ranges from the 8th to the early 9th centuries and allows examine culture historical processes in the Southeast of Upper Austria during this period. Influences of the Bavarian area are represented in the material culture, as well aselements of the Avar culture, respectively Karantanien. Although located on the periphery of the Bavarian duchy, the population buried in the necropolis of Kremsdorf wasn’t integrated in the ecclesiastic organisation of the Salzburg diocese until the end of the 8th century. After Charlemagne’s ascension to power in large parts of Europe and the defeat of the Avar Kaghanat, the bishop of Salzburg started an intensive campaign for proselytizing the in the area of the eastern Alps. This process can be observed by the abandonment the cemetery in the Kremsdorf valley and the erection of a Christian cemetery and church on the nearby Georgenberg.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
burial archaeology early medieval early middle ages grave goods chronology Eastern alps Upper Austria Bavarians proselytisation
Schlagwörter
(Deutsch)
Gräberfeldarchäologie Frühmittelalter Grabbeigaben Chronologie Ostalpen Oberösterreich Bajuwaren Karantanien Mission
Autor*innen
Barbara Hausmair
Haupttitel (Deutsch)
Die frühmittelalterlichen Grabfunde von Micheldorf / Kremsdorf, OÖ
Paralleltitel (Englisch)
The early medieval grave finds of Micheldorf / Kremsdorf, Upper Austria
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
198 S., 53 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Erik Szameit
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.11 Chronologie ,
15 Geschichte > 15.15 Archäologie ,
15 Geschichte > 15.19 Vor- und Frühgeschichte ,
15 Geschichte > 15.31 Frühes Mittelalter
AC Nummer
AC06707591
Utheses ID
11721
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1