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Hunger nach Wissen – nein Danke!
Bildungsmigration im EU-Kontext - ein neoliberales Unterfangen?
Marija Tasler
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Rita Stein-Redent
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29097.67897.927666-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Bildungsmigration oder die internationale Mobilität von Studierenden. Diese wird zumal im bildungspolitischen Kontext der Europäischen Union, dargestellt durch die Erfordernisse des Bologna-Prozesses und dem kroatischen Bestreben nach europäischer Integration, dargestellt. Der Untersuchungsgegenstand wird am Beispiel der Studentinnen aus Kroatien, welche an einem Auslandsstudium in Wien teilnehmen, aufgearbeitet. Dementsprechend zählten zur Primärliteratur dreißig halbstrukturierte Interviews mit kroatischen Studentinnen in Wien. Interviewt wurden jene Studentinnen, die an einem temporären Migrationsprozess beteiligt sind. Somit ist der Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Dissertation einerseits in einer Teildisziplin der Migrationsforschung und andererseits in der feministischen Frauenforschung verankert. Im Vordergrund dieser Untersuchung stehen die universitäre Bildung von Frauen und deren damit möglicherweise verbundene räumlichen Mobilität. Das zentrale Forschungsinteresse ist auf jene Bedingungen fokussiert, unter deren ein Studium und folglich ein Auslandsstudium für Frauen möglich war und ist. In diesem Zusammenhang wird der Wandel der Teilnahme von Frauen an der Bildungsmigration ausgehend von den Gründungsjahren der Universitäten bis zur heutigen Bildungsmigration von Kroatien nach Wien – in einem Zeitraum von 1997 bis 2008 – aufgezeigt. Beide Untersuchungsebenen werden in einen argumentativen Zusammenhang gebracht, wodurch der universitäre Frauenausschluss und heutige Feminisierung der Bildungsmigration in Verbindung gebracht werden, und zwar über die Veränderungen am Arbeitsmarkt. Die Teilnahme von Frauen an einem Studium wird abhängig von patriarchalen gesellschaftlichen Gegebenheiten bis hin zum Staatssozialismus im ehemaligen Jugoslawien interpretiert. Die zentrale Forschungshypothese der vorliegenden Arbeit bildet die Annahme, dass Bildungsmigration Wohlstand voraussetzt. Zentralen Untersuchungsansatz bildet die Ökonomisierung der Bildungsmigration im Lichte der Neoliberalisierung des Hochschulsystems. Die Gegebenheiten bezüglich der Implementierung des Bologna-Prozesses in Kroatien werden in einem postsozialistischen Kontext interpretiert. Somit stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit die Transformationsprozesse, ausgehend vom kriegerischen Zerfall Jugoslawiens bis zum souveränen Kroatien. Die vorliegende Arbeit bildet eine Grundlagenforschung zum untersuchten Thema und versteht sich als ein Beitrag zur Entwicklung eines politikwissenschaftlichen Zuganges zum Forschungsfeld Bildungsmigration, welche Frauen als deren Akteurinnen in den Vordergrund setzt. Diese Dissertation hinterfragt dabei die theoretischen Prämissen des Neoliberalismus.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bildungsmigration Bologna-Prozess Neoliberalismus Ökonomisierung der Hochschulbildung
Autor*innen
Marija Tasler
Haupttitel (Deutsch)
Hunger nach Wissen – nein Danke!
Hauptuntertitel (Deutsch)
Bildungsmigration im EU-Kontext - ein neoliberales Unterfangen?
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
172 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Rita Stein-Redent ,
Ingfrid Schütz-Müller
Klassifikation
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines
AC Nummer
AC08548020
Utheses ID
13425
Studienkennzahl
UA | 092 | 300 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1