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Kann der europäische Kolonialismus als Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit der Sklaverei in Nordafrika angesehen werden?
eine kritische Hinterfragung des westlichen Selbstverständnis unter besonderer Berücksichtigung islamischer Traditionen
Marleen Valentine Hinterplattner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rüdiger Lohlker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15102
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29378.40400.325859-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Titel der Diplomarbeit Kann der europäische Kolonialismus als Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit der Sklaverei in Nordafrika angesehen werden? Eine kritische Hinterfragung des westlichen Selbstverständnis unter besonderer Berücksichtigung islamischer Traditionen Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich damit, ob das Ende der Sklaverei in der „islamischen Welt“ - und hier speziell in der nordafrikanischen Region - alleine dem positiven Einfluss der europäischen Kolonialmächte zu verdanken ist. Es wird der Frage nachgegangen ob nicht die Abolition innerhalb der islamischen Gesellschaft erst durch die eigene kritische Auseinandersetzung möglich wurde. Ziel ist es die religiösen sowie die sich daraus ergebenden rechtlichen Grundlagen für die Sklaverei, die Geschichte der Leibeigenschaft im islamisch geprägten Umfeld, den Einfluss der Kolonialmächte auf die Gesellschaft Nordafrikas und die kritischen Stimmen gegenüber der Institution der Sklaverei darzustellen. Die Begriffe Sklaverei und Kolonialismus sind mehrdeutige, oft falsch verstandene Termini und werden aus diesem Grund im Vorfeld so weit erklärt, dass eine eindeutige Zuordnung im Kontext der Arbeit gewährleistet wird. Im ersten Teil werden die Sklaverei im islamischen Kontext sowie Besonderheiten der religiösen Rechtsquellen in Bezug auf das Thema aufgezeigt. Danach folgt eine Darlegung über den Sklavenhandel islamischer Länder bis ins 19. Jahrhundert sowie über die vielfältigen Ausprägungen und Erscheinungsformen der Sklaverei. Im zweiten Teil wird auf den Kolonialismus in Nordafrika und das Bemühen der europäischen Mächte die Sklaverei abzuschaffen eingegangen. Ebenso werden die Konflikte, mit denen sich einige religiöse Gruppen im Zusammenhang mit der Leibeigenschaft konfrontiert sahen, dargestellt. Auch werden zwei oppositionelle Meinungen, welche Anfang des 20. Jahrhunderts in Ägypten vorherrschten, zum Thema wiedergegeben. Die sich daraus ergebenden Fragestellungen wurden auf Grundlage der Auswertung aktueller Fachliteratur, der kritischen Recherche im Internet und Fachzeitschriften sowie der Untersuchung einer Dokumentation detailliert ausgearbeitet. Abschließend werden das europäische Selbstbild der eigenen Überlegenheit und das Mitwirken interner Bestrebungen die Sklaverei zu beenden noch einmal hinterfragt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
slavery Islam colonialism North Africa
Schlagwörter
(Deutsch)
Sklaverei Islam Kolonialismus Nordafrika
Autor*innen
Marleen Valentine Hinterplattner
Haupttitel (Deutsch)
Kann der europäische Kolonialismus als Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit der Sklaverei in Nordafrika angesehen werden?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kritische Hinterfragung des westlichen Selbstverständnis unter besonderer Berücksichtigung islamischer Traditionen
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
87, II S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rüdiger Lohlker
Klassifikationen
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.80 Islam: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.26 Alter Orient, Nordafrika ,
71 Soziologie > 71.41 Sozialer Wandel ,
73 Ethnologie > 73.59 Religionsethnologie: Sonstiges
AC Nummer
AC08597690
Utheses ID
13551
Studienkennzahl
UA | 385 | | |
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