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Maximilian Hell und sein wissenschafliches Umfeld im Wien des 18. Jahrhunderts
Nora Pärr
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Helmut Grössing
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15782
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29474.60174.374264-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Dissertation ist die Darstellung des wissenschaftlichen Umfeldes von Maximilian Hell, der vor 250 Jahren in Wien wirkte, und ihn als typischen Jesuitengelehrten der Aufklärung aufzuzeigen. Die Forschungen konzentrierten sich vorerst auf seinen Aufstieg innerhalb des Jesuitenordens, wobei ihm seine technischen Fähigkeiten von großem Vorteil waren. Er stellte verschiedene Globen, Wasseruhren und Sonnenuhren her. Berühmt wurde er darüber hinaus durch seine Expedition nach Wardoe, seine Beobachtungen des „Venusdurchganges“ und seine Berechnungen des Abstandes von der Erde zur Sonne (1AE). Er war interessiert an der Diversität der Wissenschaften und korrespondierte mit der gesamten europäischen Gelehrtenwelt Es zeigte sich, dass er nicht nur mit seinen Ordensbrüdern, sondern auch mit Benediktinern, Augustinern und Prämonstratensern in wissenschaftlichem Austausch stand. Wesentlich war, dass in der Aufklärung die Klöster als Zentren der Entdeckungen und Erfindungen agierten, weil sie mit Observatorien und Physikalischen Kabinetten ausgestattet waren. Er war Berater von zahlreichen Observatorien. Er erkannte die Notwendigkeit des wissenschaftlichen Austausches und war wesentlich an der Gründung der „Akademie der Wissenschaften“ in Wien beteiligt. Er wusste um die Bedeutung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und stellte astronomische Kalender her. Das Druckrecht beanspruchte er für sich. Es war das Ziel, Hell in seiner wissenschaftlichen Komplexität darzustellen. Weiters wurde versucht die Vielfalt der Erfindungen innerhalb der Klostermauern aufzuzeigen. Die Verwirklichung von Ideen war oft nur möglich durch Gönner innerhalb des Kaiserhauses und seines Adels.
Abstract
(Englisch)
The purpose of this dissertation is the documentation of the scientific surroundings of the scientist Maximilian Hell, who lived 250 years ago in Vienna and to portray him as a typical Jesuit scholar of the age of enlightement. First the researches were concentrated on his advancement within the Jesuitorder, which was closely connected to his outstanding technical skills. Hell, influenced by this surrounding, made different globes and constructed water clocks and sundials. Above all he is famous for his expedition to Wardoe, his observations of the “Venus transit” and his calculations of the distance from earth to sun (1 AE). Beside this he was open-minded to the variety of science generally, which is documented by his correspondence with the erudite society all over Europe. In this context it was an interesting aspect to analyse his relationship not only to other Jesuits, but also to members of other religious orders such as Benedictines, Augustinians, Premonstratensians and others. The essential part was the fact, that in the age of enlightement the monasteries were equipped with observatories and physical cabinets and therefore the centres of inventions. He acted as a consultant for numerous observatories. He recognized the importance of scientific exchange between the different scholars and played an outstanding part within the “Academie of Sciences” in Vienna, eventually established after death. He knew the importance of publishing and circulation and therefore made astronomical calendars and required the printing privileges for his publications. It was an aim to make a presentation of Maximilian Hell’s scholastic and scientific complexity. Furthermore was made an attempt to demonstrate the various scientific inventions, which were made inside the monastic walls. The realization of these ideas was made possible for the various orders, because their scholars often had found partronage within the imperial dynasty and the aristrocracy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
history of astronomy Jesuits observatories enlightenment
Schlagwörter
(Deutsch)
Astronomiegeschichte Jesuiten Sternwarte Aufklärung
Autor*innen
Nora Pärr
Haupttitel (Deutsch)
Maximilian Hell und sein wissenschafliches Umfeld im Wien des 18. Jahrhunderts
Paralleltitel (Englisch)
Maximilian Hell
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
320 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Helmut Grössing ,
Waltraud Heindl
Klassifikation
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte
AC Nummer
AC08747990
Utheses ID
14166
Studienkennzahl
UA | 092 | 312 | |
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