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NS-Zwangsarbeit in "Groß-Wien" 1939-1945
zivile ausländische ZwangsarbeiterInnen in der Rüstungsindustrie
Robert Bugl,
Andreas Grabenschweiger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Bertrand Perz
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29306.89823.757561-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Da die seit Hitlers Machtantritt massiv vorangetriebene militärische Aufrüstung die wirtschaftlichen Kapazitäten des nationalsozialistischen Deutschlands vor allem hinsichtlich der strategischen Rohstoffe, Devisen und Arbeitskräfte über Gebühr zu beanspruchen drohte, erwies sich die Eingliederung des österreichischen Staates in das Deutsche Reich im März 1938 nicht nur als propagandistischer Erfolg, sondern auch aus ökonomischer Perspektive als mittel- und langfristig bedeutsam. Entsprechend der Einbindung der nunmehrigen „Ostmark“ in den geplanten großdeutschen Wirtschaftsraum wurden vor allem die Erschließung und Ausbeutung der vorhandenen Bodenschätze, die intensivere Nutzung der Wasserkraft durch den Bau neuer Kraftwerke und der Zugriff auf ein großes Reservoir ungenutzter menschlicher Arbeitskraft forciert. Aufbauend auf der historisch bedingten Konzentration von industriellen Betrieben im Wiener Raum kam es hier ab dem „Anschluss“ zum Ausbau vorhandener Fertigungskapazitäten, der im Zuge der allgemeinen Aufrüstungspolitik binnen kürzester Zeit zu einem eklatanten Mangel an Arbeitskräften führte. Als besonders schwerwiegender Einbruch in das regionale Wirtschaftsgefüge stellte sich der massive Abzug von Facharbeitern in das „Altreich“ im Rahmen von Dienstverpflichtungen heraus. Um die Ausweitung der Produktion von kriegswichtigem Gerät nicht in Gefahr zu bringen, boten sich den NS-Machthabern primär zwei Möglichkeiten zur Arbeitskräftebeschaffung: Einerseits der vermehrte Einsatz von ausländischen Arbeitskräften, andererseits der verstärkte „Arbeitseinsatz“ deutscher Frauen, wobei letzterer den ideologischen Konzeptionen der Partei zuwiderlief und in großem Maßstab innenpolitisch nur schwerlich durchzusetzen war. So stellte die Zwangsarbeit von ausländischen Zivilisten im Rahmen des nationalsozialistischen „Arbeitseinsatzes“ einen wesentlichen Beitrag zu den Rüstungsanstrengungen der lokalen Partei- und Wirtsc

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zwangsarbeit Groß-Wien Wien Nationalsozialismus Zwangsarbeit Rüstungsindustrie
Autor*innen
Robert Bugl ,
Andreas Grabenschweiger
Haupttitel (Deutsch)
NS-Zwangsarbeit in "Groß-Wien" 1939-1945
Hauptuntertitel (Deutsch)
zivile ausländische ZwangsarbeiterInnen in der Rüstungsindustrie
Publikationsjahr
2007
Umfangsangabe
251 Bl.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bertrand Perz
Klassifikation
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg
AC Nummer
AC06544371
Utheses ID
156
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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