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Eheaufschub in Japan?
eine Analyse aktueller Heiratstendenzen am Beispiel der Familienserie "Hanawake no yon shimai"
Azadeh Sufi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ina Hein
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29389.00370.248161-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Heirat stellt in Japan eine Voraussetzung für die Familiengründung dar. In einer Zeit der demographischen Krise, in der es vermehrt zur Überalterung der japanischen Bevölkerung und zu geringen Geburtenraten kommt, spielt der Eheaufschub somit eine bedeutsame Rolle für die Gründung einer Familie. Er übt nämlich einen deutlichen Einfluss auf die Geburten- und somit auch auf die Haushaltszahl aus. Je später geheiratet wird, desto später werden Kinder gezeugt beziehungsweise auch weniger Kinder auf die Welt gebracht. Es handelt sich hierbei also um eines der dringlichsten Probleme Japans seit Ende des Pazifikkrieges. Das terebi dorama, Fernsehdrama, greift sehr häufig gegenwärtige Trends und aktuelle Themen in der japanischen Gesellschaft auf. Daher analysiert die vorliegende Arbeit, wie aktuelle Heiratstendenzen und insbesondere der Eheaufschub, einer exemplarisch ausgewählten Fortsetzungsserie nämlich „Hanawake no yon shimai“ (Die vier Töchter der Hanawa-Familie), thematisiert werden. Diese Serie legt den Schwerpunkt sowohl auf die Familie als auch auf die Heirat. Sie befasst sich neben den Geschehnissen innerhalb der Familie auch äußerst explizit mit den Themen der Scheidung, der Heirat, des Eheaufschubs und der Nicht-Heirat und eignet sich infolgedessen besonders gut als Analysematerial. Selbstverständlich deckt dieses Beispiel nicht die ganze Bandbreite der Darstellungen der Heirat im terebi dorama ab, sondern soll einen Einblick in die Thematisierung ermöglichen. „Hanwake no yon shimai“ erzählt die Geschichte einer Familie mit vier erwachsenen Töchtern. Diese sind sowohl charakterlich als auch in ihren sozialen Rollen recht unterschiedlich konstruiert. Drei von ihnen erhalten Heiratsanträge, lehnen diese aber aus unterschiedlichen Gründen ab und schieben somit die Eheschließung auf. Mehrfach wird in der Serie explizit betont, dass das Heiraten heutzutage nicht einfach sei. Betrachtet man die aktuellen japanischen Statistiken, scheint das im renzoku dorama Gezeigte in vielerlei Hinsicht sehr realistisch zu sein.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Japan Heirat Eheaufschub terebi dorama Familienserie
Autor*innen
Azadeh Sufi
Haupttitel (Deutsch)
Eheaufschub in Japan?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse aktueller Heiratstendenzen am Beispiel der Familienserie "Hanawake no yon shimai"
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
116 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ina Hein
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
24 Theater, Film, Musik > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC09554893
Utheses ID
19135
Studienkennzahl
UA | 066 | 843 | |
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