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Die Neuregelung der Leasingbilanzierung nach IFRS aus der Sicht des Leasinggebers
Sabrina Hammerschmid
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Otto Altenburger
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29120.03038.414353-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Leasingbilanzierung nach IAS 17 unterscheidet bei der Klassifikation eines Leasingverhältnisses zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasing. Die derzeitige Leasingbilanzierung folgt dem Risk-and-Reward-Ansatz. Durch diesen Ansatz ist es möglich Leasingverhältnisse außerbilanziell zu erfassen und somit Jahresabschlüsse bewusst zu beeinflussen. Dem Bilanzadressaten wird ein völlig falsches Bild des Unternehmens geliefert. Durch diese starke Beeinflussung erntete der derzeitige IAS 17 heftige Kritiken von Unternehmen und Abschlussadressaten. Aus diesem Grund haben sich IASB und FASB zusammengetan und um im Zuge eines Konvergenzprojekts eine Lösung zu finden. Die beiden Boards streben eine Leasingbilanzierung an, die mit den übergeordneten Grundsätzen der beiden Rechnungslegungssysteme im Einklang steht. Das Ziel des Konvergenzprojekts zwischen IASB und FASB war es eine einheitliche Leasingbilanzierung zu schaffen. Die derzeitige Komplexität bei der Klassifizierung eines Leasingverhältnisses sollte erheblich reduziert werden. Außerdem sollte eine bewusste Vertragsgestaltung der Vertragsparteien unterbunden werden um so eine wahrheitsgetreue Informationsvermittlung für den Abschlussadressaten zu gewährleisten. Die neue Leasingbilanzierung sollte konsistent mit dem im Framework definierten Rechte und Verpflichtungen sein. Diese Ziele sollten mit Exposure Draft umgesetzt werden. Durch den im Exposure Draft vorgeschlagen Right-of-Use-Modell wollte man weg vom bisherigen Risk-and-Reward-Ansatz. Mit dem neuen Right-of-Use-Modell soll das Nutzungsrecht regelmäßig bei der Vertragspartei bilanziert werden, welche die Verfügungsmacht über den Vermögenswert inne hat und aus diesem auch den Nutzen daraus zieht. Für den Leasinggeber wurden zwei Ansätze herausgearbeitet, der Performance-Obligation-Ansatz und der Partial-Derecognition-Ansatz. Je nach dem bei wem die wesentlichen Chancen und Risiken verbleiben, kommt der entsprechende Ansatz zur Anwendung. Mit den neuen Vorschlägen zur Leasingbilanzierung im Exposure Draft wurde das Ziel bei weitem nicht erreicht alle Probleme des derzeitigen Standards zu beheben. Zusammenfassend kann noch gesagt werden, dass die Anwendung des Right-of-Use-Modells bei einfachen Leasingverhältnissen ohne etwaige Optionen durchaus eine Verbesserung der derzeitigen Lage beigetragen hat. Aber das Problem liegt darin, dass in der Leasingpraxis kaum solche einfachen Leasingverhältnisse vorkommen. Die vorgeschlagenen Bilanzierungsmodelle für die Leasingbilanzierung im Exposure Draft konnten die Komplexität der derzeitigen Leasingbilanzierung nicht reduzieren. Es bestehen weiterhin enorme Gestaltungs- und Ermessenspielräume bei der Klassifizierung eines Leasingverhältnisses.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Leasingbilanzierung Leasinggeber Neuregelung der Leasingbilanzierung IAS 17
Autor*innen
Sabrina Hammerschmid
Haupttitel (Deutsch)
Die Neuregelung der Leasingbilanzierung nach IFRS aus der Sicht des Leasinggebers
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
VI, 73, S. VII - XVII
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Otto Altenburger
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.00 Wissenschaft und Kultur allgemein: Allgemeines ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.99 Wissenschaft und Kultur allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC09598640
Utheses ID
20533
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
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