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Geschichte des KZ-Außenlagers Saurer-Werke
Robert Vorberg
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Bertrand Perz
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29090.65218.378363-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Österreichischen Saurer-Werke wurden 1906 gegründet und entwickelten sich im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Hersteller von Nutzfahrzeugen. Wie viele andere Wirtschaftsbetriebe setzte der, sich im Privatbesitz befindliche Betrieb, während des zweiten Weltkriegs Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen als Zwangsarbeitskräfte ein. Das eigens zu diesem Zweck in Wien eingerichtete Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen wurde im Sommer 1944 eingerichtet. Die Häftlinge mussten für die Österreichische Saurer-Werke AG. Zwangsarbeit leisten. Insgesamt wurden mehr als 1600 Häftlinge von Mauthausen in das Außenlager Saurer-Werke überstellt. Die beiden mit Abstand größten Häftlingsgruppen kamen aus Polen (ca. 50 Prozent) und der Sowjetunion (ca. 25 Prozent) und der überwiegende Teil der Häftlinge war aus politischen Gründen inhaftiert worden. In diesem Lager sind 40 Todesfälle dokumentiert. Die Häftlinge starben aufgrund der Haftbedingungen, insbesondere wegen der schlechten Ernährungssituation bei gleichzeitig schwerer Arbeit. Die Wachmannschaften und die SS-Lagerführung setzten sich aus altgedienten SS-Angehörigen und von der SS übernommenen Wehrmachtsangehörige sowie „volksdeutschen“ SS-Männern zusammen. Lagerführer war ein von der Wehrmacht übernommener Hauptmann. Unter Einfluss des organisierten Widerstandes im Stammlager Mauthausen wurde von den Häftlingen im Außenlager Saurer- Werke ein internationales Widerstandskomitee gebildet. Am 2. April 1945 wurde das Lager geräumt und die Häftlinge mussten bis auf 190, die in Wien zurückgelassen wurden, zu Fuss in das Außenlager Steyr-Münichholz marschieren. Während dieses Evakuierungsmarsches wurden mindestens 18 Häftlinge erschossen oder starben an den Marschbedingungen. Über den Verbleib von rund 150 Häftlingen ist nichts bekannt. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ein Teil dieser Häftlinge ermordet wurde und zumindest einigen die Flucht glückte. An das Außenlager Saurer-Werke erinnert heute in Gedenkstein auf dem ehemaligen Lagergelände in Wien Simmering.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
concentration camp KZ Mauthausen subcamp Saurer-Werke forced labour armament production
Schlagwörter
(Deutsch)
Konzentrationslager KZ Mauthausen Außenlager Saurer-Werke Zwangsarbeit Rüstungsindustrie
Autor*innen
Robert Vorberg
Haupttitel (Deutsch)
Geschichte des KZ-Außenlagers Saurer-Werke
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
150 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bertrand Perz
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.37 Europäische Geschichte 1914-1945 ,
15 Geschichte > 15.43 Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC10719903
Utheses ID
22595
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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