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Wurzelinkompatibilitäten im Wortschatz der Pyramidentexte
Georg Brein
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Helmut Satzinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.2639
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30299.08369.413161-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Abhandlung analysiert die Wurzelinkompatiblitäten im Altägyptischen, um anhand der so gewonnenen Ergebnisse die Theorie O. Rösslers über die Struktur des ägyptischen Konsonantensystems kritisch zu würdigen. Bei Sprachen mit root-and-pattern-Morphologie (zu denen das Ägyptische als hamitosemitische Sprache zählt) hängt die eigentliche Wortbedeutung an einer Wurzel aus zumeist drei Konsonanten, aus der durch Einsetzung in bestimmte Vokalisations- und Affixmuster die eigentlichen Wortstämme gebildet werden; zwischen den Konsonanten in der selben Wurzel herrschen rigide Kookkurrenzbeschränkungen, die Wurzelinkompatibilitäten. Diese werden durch bestimmte phonetische Eigenschaften der Konsonanten bedingt, die im Ägyptischen als toter Sprache nicht mehr direkt beobachtbar sind; durch die prinzipiell phonemische Natur der ägyptischen Schrift sind jedoch die den Konsonanten entsprechenden Grapheme erhalten, die die Kookkurrenzbeschränkungen ihrer Vorbilder wiederspiegeln. Unter der plausiblen Annahme, daß die Beziehung zwischen den phonetischen Eigenschaften und den Wurzelinkompatibilitäten im wesentlichen dem gleichen Mechanismus unterliegt wie in verwandten lebenden Sprachen (etwa dem Arabischen), kann man so indirekt auf die Phonetik der Konsonanten schließen. Als textliche Grundlage werden die Pyramidentexte verwendet, eine Sammlung von magischen und religiösen Sprüchen, die an den Wänden der Kammern der königlichen Grabpyramiden des späten Alten Reiches aufgezeichnet wurden; hierbei handelt es sich um das früheste erhaltene umfangreiche ägyptische Textkorpus. Ein Ziel der Arbeit besteht darin, die Auswertungen und Schlußfolgerungen vollständig nachvollziehbar zu halten; deshalb wurde ihr nicht nur eine Aufstellung der analysierten Wurzeln, sondern auch eine Liste der Lexeme, aus denen die Wurzeln isoliert wurden, beigegeben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Pyramidentexte Ägyptologie ägyptische Sprache Linguistik Wortwurzel
Autor*innen
Georg Brein
Haupttitel (Deutsch)
Wurzelinkompatibilitäten im Wortschatz der Pyramidentexte
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
VI, 208 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmut Satzinger
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.15 Historische Linguistik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.55 Morphologie, Wortbildung ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.72 Ägyptische Sprache und Literatur
AC Nummer
AC07460733
Utheses ID
2276
Studienkennzahl
UA | 391 | 295 | |
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