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Lost in Time
der Einsatz von Zeitkonzepten in der Erzählung narrativ komplexer TV-Serien am Beispiel der US-Dramen-Serie "Lost"
Thomas Brandstätter
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rainer Maria Köppl
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29214.24810.229565-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit „Lost in Time. Der Einsatz von Zeitkonzepten in der Erzählung narrativ komplexer TV-Serien am Beispiel der US-Drama-Serie Lost“ behandelt den Einsatz unterschiedlicher narrativer Methoden (Flashbacks, Flashforwards, Flashsideways sowie parallele Handlungsstränge) in der TV-Serie Lost, welche ein Paradebeispiel narrativer Komplexität darstellt. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den zeitlichen Aspekten der Erzählung gewidmet - im Speziellen der temporalen Ordnung. Durch nähere Betrachtung der verwendeten Erzählmethoden wird dargestellt, wie die narrative Komplexität der Serie über den Verlauf von sechs Staffeln kontinuierlich zunimmt, wodurch dem Rezipienten gesteigerter kognitiver Einsatz und erhöhte Konzentration abverlangt wird. Nur so ist es ihm möglich, das dramaturgisch dichte Netz an Handlungssträngen, die Figurenkonstellationen, die zahlreichen Informationen unterschiedlicher Zeitebenen sowie die umfassenden Hintergründe der Serien-Mythologie in ein Gesamtbild der Story zu integrieren. Dazu werden vorerst Unterschiede zwischen konventionellen TV-Serien und Quality Popular Television-Serien behandelt sowie die wichtigsten Entwicklungsschritte der seriellen Erzählung von ihrer episodischen Form mit abgeschlossenen Folgehandlungen hin zur langen, komplexen Narrative dargestellt. Durch eine Erweiterung der Perspektive der klassischen strukturalistischen Handlungsanalyse, werden die auf Fortsetzung ausgelegten Handlungsstränge einzelner Episoden als Teile einer übergeordneten Makrostruktur betrachtet. Es wird somit eine Betrachtungsebene gewählt, welche der hypertextualen Erzählweise von Lost gerecht wird und eine differenzierte Betrachtung der verschachtelten Handlungsstränge sowie der unterschiedlichen narrativen Stilmittel erlaubt. In Anlehnung an Erzähltheorien der Literaturwissenschaft wird schließlich dargestellt, wie sich die von Lost verwendeten narrativen Strategien über die Manipulation des Aspekts der Zeit (im Speziellen der temporalen Ordnung) von Staffel zu Staffel verändern, worin die Besonderheiten der gewählten Erzählmethoden je Staffel liegen und wie sich diese in das Gesamtschema der Serie einfügen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zeit Narrative Komplexität TV-Serie Lost
Autor*innen
Thomas Brandstätter
Haupttitel (Deutsch)
Lost in Time
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Einsatz von Zeitkonzepten in der Erzählung narrativ komplexer TV-Serien am Beispiel der US-Dramen-Serie "Lost"
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
138 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rainer Maria Köppl
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.38 Fernsehen, Hörfunk
AC Nummer
AC10793962
Utheses ID
23908
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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