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Ready for ELF?
possible implications of ELF research findings for Austrian grammar schools
Paul Artner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Barbara Seidlhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.28796
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29257.06839.372763-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Englisch wird heutzutage öfters von Sprechern unterschiedlichster Herkunft verwendet als von Muttersprachlern. Daraus ergibt sich, dass die traditionelle Vorstellung einer individuellen Nationalsprache die ihren Sprechern zu Eigen ist, nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Die Tatsache, dass Englisch als weltweite Verkehrssprache (Lingua franca) fungiert, erfordert das Überdenken der Konzepte „Sprecher“, „Lehrer“ und „Lernender“. Außerdem wurde und wird der Charakter der englischen Sprache von ihrer Lingua franca Funktion beeinflusst. Tatsächlich gibt die Erforschung dieses Phänomens viele Einblicke und präsentiert verschiedenste Ergebnisse wie sich internationales Englisch von muttersprachlicher Verwendung unterscheidet. Deshalb kann festgehalten werden, dass Lingua franca Sprecher erfolgreich miteinander kommunizieren können, auch wenn sie sich nicht an muttersprachlichen Regeln und Normen orientieren. Die Merkmale, die Lingua franca Englisch von muttersprachlichem Englisch unterscheiden, belegen, dass neben erfolgreicher Kommunikation durch die Verwendung ebendieser Merkmale auch Platz für die eigene muttersprachliche Identität bleibt. Dennoch werden diese Ergebnisse im Fremdsprachenunterricht weitgehend ignoriert und Muttersprachler nach wie vor als die letzte Instanz für den Englischunterreicht angesehen. Allerdings könnte eine Einbeziehung dieser Merkmale das Sprachenlernen für SchülerInnen erleichtern ohne erfolgreiche Kommunikation zwischen verschiedensten Sprechern zu beeinträchtigen. Diese theoretischen Betrachtungen fordern also ein Umdenken für das Lehren der englischen Sprache. Die vorliegende Arbeit versucht daher Wege zu finden wie Ergebnisse aus der Lingua franca Forschung in österreichischen Gymnasien eingebunden werden können. Da der Inhalt von Unterrichtsgegenständen nicht allein durch die Lehrperson bestimmt werden kann, werden Lehrpläne als präskriptive Dokumente untersucht. Das Resultat dieser Analyse wird Forschungsergebnissen aus der Lingua franca Forschung gegenübergestellt. Am Ende werden Ergebnisse, die zeigen welche Rolle Lingua franca Merkmale im gymnasialen Englischunterricht spielen können, präsentiert. Weiters werden Möglichkeiten dargestellt wie die Einbeziehung dieser Forschungsergebnisse vonstattengehen kann. Gesamt zeigt diese Arbeit also Wege auf wie Englisch in österreichischen Gymnasien unterrichtet werden kann, ohne dass ständig auf Defizite im Bezug auf eine unerreichbare Muttersprachler-Kompetenz verwiesen werden muss.
Abstract
(Englisch)
English nowadays is used by more non-native speaker (NNS) than native speakers (NS). Consequently, the traditional idea of individual languages as properties of fixed nation states does no longer hold. The fact that English functions as the global lingua franca clearly challenges the way we need to think about its speakers, teachers and learners. What is more, the change in the role of English has affected the character of the language itself. In fact, research into the phenomenon of English as a lingua franca (ELF) offers a wide range of findings which clearly demonstrate that lingua franca usage differs from native speaker usage of the language. Therefore, it can be said that ELF speakers can use the language successfully even if they do not adhere to native speaker norms. The features which distinguish ELF from English as a native language are found to enable successful communication while respecting the identity of the speakers. Nonetheless, those findings are widely ignored in language teaching practices. On the contrary, native speakers mostly remain the ultimate authority in English language teaching (ELT). However, a recognition of characteristics of ELF communication could facilitate the learning process for students while enabling them to communicate successfully in situations with NS as well as NNS. These theoretical considerations argue for a need to change teaching practices. This thesis therefore investigates ways to include results from research into ELF in Austrian grammar schools. As content for school subjects cannot be chosen deliberately by the teacher, the curriculum as a prescriptive guideline is investigated. Based on this analysis, comparisons between findings from ELF research and the prescriptions of the curriculum are drawn in order to see which results could inform teaching practices in Austria. At the end of this paper, it is shown to what extent an ELF orientation can be included in ELT in Austrian grammar schools, despite the fact that native speaker norms still remain the ultimate goal in the curricula. Furthermore, ideas for the ways in which this inclusion could happen are provided. Overall this thesis shows how English could be taught in Austrian grammar schools in order to respect the speakers as legitimate users of the language, independent of its native speakers.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
English as a lingua franca curriculum analysis English language teaching in Austrian grammar schools second language acquisition
Schlagwörter
(Deutsch)
Englisch als Lingua franca Lehrplananalyse Englischunterricht in österreichischen Gymnasien Zweitsprachenerwerb
Autor*innen
Paul Artner
Haupttitel (Englisch)
Ready for ELF?
Hauptuntertitel (Englisch)
possible implications of ELF research findings for Austrian grammar schools
Paralleltitel (Deutsch)
Bereit für ELF? Mögliche Auswirkungen von ELF Forschungsergebnissen für österreichische Gymnasien
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
102 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Barbara Seidlhofer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.31 Spracherwerb ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.41 Sprachdidaktik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.42 Sprachbeherrschung ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.49 Angewandte Sprachwissenschaft: Sonstiges ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.04 Englische Sprache ,
80 Pädagogik > 80.57 Interkulturelle Erziehung
AC Nummer
AC11601590
Utheses ID
25711
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 350 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1