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Der IWF als Über-Ich des Neoliberalismus
aktuelle Krisenbearbeitung und die Internationalsisierung des Staates
Hanna Lichtenberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ulrich Brand
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29246.88077.307353-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit trägt den Titel „Der IWF als Über-Ich des Neoliberalismus. Aktuelle Krisenbearbeitung und die Internationalisierung des Staates“ und beschäftigt sich mit der Rolle des Internationalen Währungsfonds in der aktuellen Krise und ihrer Bearbeitung. Die Arbeit analysiert den IWF als internationalen Staatsapparat, der im Zuge des autoritären Krisenetatismus und der Tendenz der Internationalisierung des Staates an Bedeutung gewinnt. Als internationaler Staatsapparat erfüllt der Internationale Währungsfonds (nicht erst) seit Krise zentrale ökonomische, politische und ideologische Funktionen, die im Kontext der Krisenbearbeitung in Griechenland untersucht werden sollen. Es wird argumentiert, dass der IWF als internationaler Staatsapparat zur Stabilisierung der Akkumulationsbedingungen und damit zur Sicherung langfristiger Interessen herrschender Klassen und Klassenfraktionen beträgt und damit gleichzeitig das Kräfteverhältnis zwischen Herrschenden und Subalternen weiter zu Ungunsten letzterer verschiebt. Der IWF bekommt darüberhinaus Aufgaben und Rechte übertragen, die vorher nur dem Staat im engeren Sinn zugestanden sind, ohne dass in diesem Zusammenhang von einer Schwächung oder eines Machtverlustes des Staates gesprochen werden kann. Dazu gehören etwa die Reformerwartungen des IWF gegenüber der griechischen Regierung und seine Eingriffsrechte in griechische Staatsapparate bzw. griechisches Staatshandeln. Darüberhinaus hebt die Masterarbeit im Anschluss an Slavoj Žižek die „Über-Ich“-Dimension des IWF in der Durchsetzung und Ausweitung der Interessen eines neoliberalen politischen Projektes hervor. Er produziert „affektive Imaginationen“ die dazu beitragen neoliberale Politik durchzusetzen und stützen. Zentral ist dabei die Produktion eines Schulddiskurses, auch in anderen Staaten der Eurozone zur diskursiv-ideologischen Absicherung der Austeritätspolitik. Untersucht wird, welche Rolle der IWF etwa in der Durchsetzung der Spar- und Wettbewerbslogik im Sinne eines neoliberalen politischen Projektes spielt. Dies wird in dieser Arbeit durch eine kurze Medienanalyse sowie die Analyse einiger Dokumente, die vom IWF bzw. seinen Mitarbeiter_innen im Zuge der Krisenbearbeitung in Griechenland erstellt wurden, untersucht.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
State theory Poulantzas Althusser Cox Gill International Political Economy Crisis crisis management critical state Theory Crisis Political crisis economic crisis
Schlagwörter
(Deutsch)
IWF Krise Krisenbearbeitung Internationalisierung des Staates Staatstheorie materialistische Staatstheorie Althusser Poulantzas Neogramscianische IPÖ Bieling Cox Gill politische Krise Wirtschaftskrise
Autor*innen
Hanna Lichtenberger
Haupttitel (Deutsch)
Der IWF als Über-Ich des Neoliberalismus
Hauptuntertitel (Deutsch)
aktuelle Krisenbearbeitung und die Internationalsisierung des Staates
Paralleltitel (Englisch)
The IMF as super-ego of neoliberalism ; crisis management and the internationalization of the state
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
153 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Brand
Klassifikationen
89 Politologie > 89.40 Innere Beziehungen des Staates: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.90 Außenpolitik, Internationale Politik
AC Nummer
AC11677410
Utheses ID
26131
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1