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Immigration of ethnic Germans (Spätaussiedler) from Kazakhstan to Germany
Daulet Kabylbekov
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Birgit Sauer
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29665.16864.169664-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit ist der Zuwanderung von so genannten “Spätaussiedler” aus Kasachstan nach Deutschland in den 1990er Jahren gewidmet. Vor dem Umzug nach Deutschland müssen ethnische Deutsche mehrere Unterlagen und Dokumente, die ihre deutsche Volkszugehörigkeit nachweisen, vorlegen und ein Zulassungsverfahren in Kauf nehmen, um den besonderen Status des “Spätaussiedlers” zu erhalten. Nach Erhalt des genannten Status haben sie ein Recht erworben, in die historische Heimat auszuwandern. In Deutschland angekommen, werden die Spätaussiedler registriert und erhalten Informationen über dem vorgesehenen Wohnort der neuen Heimat. Gleichzeitig erhalten die Personen die deutsche Staatsbürgerschaft. Ziel dieser Arbeit ist die Erforschung der Identitätsbildung von so genannten “Spätaussiedlern”, die nach Deutschland ausgewandert sind. Diese Masterarbeit prüft die Faktoren und Einflüsse auf die Identitätsbildung der Spätaussiedler. Die heutigen Spätaussiedler waren gewöhnt, in der sowjetischen bzw. später in kasachischen Gesellschaften zu leben, sie hatten eine andere Mentalität als die bundedeutsche Bevölkerung, und die russische Sprache wurde für sie dominant in der wichtigen zwischenmenschlichen Kommunikation. Nach ihrer Ankunft in Deutschland haben sie große Probleme wegen ihrer mangelhaften deutschen Sprachkenntnisse. Wegen dieser Sprachbarriere konnten schulpflichtige Spätaussiedler bis zu zwei Jahre im Schulsystem zurückgestuft werden. Arbeitsbereite und werktätige Personen konnten wegen dieser Barriere keine gut bezahlten Job-Positionen finden. Es wurden anfänglich gering qualifizierte und schlecht bezahlte Arbeitsplätzen angeboten. Der Aufenthalt in den Regionen, die dicht von anderen russischen deutschstämmigen Aussiedlern bevölkert sind, hat die Herausbildung einer russischsprachigen Gruppe innerhalb von Gemeinden und somit eine soziale und kulturelle Segregation zur Folge. In solchen geschlossenen Gemeinschaften können die Menschen mittels der russischen Sprache zwar ihre gewohnten Traditionen weiterführen, doch gleichzeitig begannen die Spätaussiedler russische Netzwerke, mit russischen Geschäften, Bars und Restaurants aufzubauen.
Abstract
(Englisch)
This master thesis is dedicated to the emigration of the so-called ethnic Germans, namely of “Spätaussiedler”, from Kazakhstan to Germany in the 1990s. Before moving to Germany ethnic Germans are required to submit several documents that prove their German ethnicity and go through admission procedure in order to receive special status of “Spätaussiedler”. After obtaining the above-mentioned status, the person has a right to immigrate to historical homeland. In Germany “Spätaussiedler” goes through registration and distribution procedures and gets information about the place of residence. At the same time, the person obtains German citizenship. The aim of this thesis is to research identity building of the so-called “Spätaussiedler” or ethnic Germans who have emigrated to Germany. Furthermore, this thesis examines the factors that influence on identity building of “Spätaussiedler”. Today’s late immigrants were used to live in the Soviet and further in the Kazakh societies, they had a different mentality than local Germans, and the Russian language was dominant for them in interpersonal communication. After coming in Germany, they faced significant problems because of poor German language skills. Because of this language barrier young “Spätaussiedler” could be downgraded up to two levels in the schools system. Able to work persons could not find a well-paid job because of this barrier. They were initially offered only low-skilled and low-paid jobs. Residence in the areas densely populated by other Russian Germans led to the establishment of the Russian speaking group within communities, and as a result, led to social and cultural segregation. In such closed communities, people can through the using of the Russian language practice traditions, but at the same time, late immigrants began to create Russian network with their Russian shops, bars and restaurants.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
immigration identity building language barrier
Schlagwörter
(Deutsch)
Spätaussiedler Aufnahmebescheid
Autor*innen
Daulet Kabylbekov
Haupttitel (Englisch)
Immigration of ethnic Germans (Spätaussiedler) from Kazakhstan to Germany
Paralleltitel (Englisch)
Immigration of ethnic Germans (Spätaussiedler) from Kazakhstan to Germany
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
85 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Birgit Sauer
Klassifikation
89 Politologie > 89.99 Politologie: Sonstiges
AC Nummer
AC11133259
Utheses ID
27009
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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