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Der sogenannte Aggsbacher Altar aus dem Oeuvre Jörg Breu d. Ä. in seinem historischen und kunsthistorischen Kontext
Sigrid Adam
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Monika Dachs-Nickel
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30021.74956.815965-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
ABBILDUNGEN: nur in PRINTAUSGABE! -- Den Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit bildet das in der bisherigen Literatur als Aggsbacher Altar bekannte Werk Jörg Breus d. Ä., das sich als seine frühest nachweisbare Arbeit aus dem Jahre 1501 auszeichnet. Von den noch erhaltenen Gemälden mit Marien- und Passionsszenen werden heute vier doppelseitig bemalte Tafeln im Stiftsmuseum des Augustiner-Chorherrenstifts in Herzogenburg und zwei Tafeln im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg verwahrt. Während Jörg Breus vermutlichem Aufenthalt in Krems um 1496 bis 1502 entstanden drei Altäre für niederösterreichische Klöster in Zwettl, Aggsbach und mutmaßlich für Melk, wobei nur das für die Kartause Aggsbach geschaffene Werk signiert und datiert ist und es sich bei den anderen Altären um Zuschreibungen handelt. In einem stilkritischen Vergleich der Tafeln werden Divergenzen ergründet, die in eine Unterteilung der Aggsbacher Tafeln in zwei Zyklen mündete. Kongruente Einflüsse diverser Künstler – einerseits von Dürer, Schongauer, vom Schottenmeister, von Pacher und Polack, andererseits durch niederländische Meister wie Rogier van der Weyden oder Hugo van der Goes – lassen darauf schließen, dass sich Breu nicht nur an einem Künstler oder einer Schule orientierte. Durch die wechselvolle Geschichte des Aggsbacher Archivs nach der josephinischen Klosteraufhebung haben sich bislang keine Dokumente erhalten, aus denen hervorgeht, ob die Tafeln in Aggsbach noch einem Altar zugehörig waren, da es im ausgehenden 17. Jahrhundert zu Umgestaltungen des Kirchenraums gekommen ist. Die Frage, ob sich noch weitere Tafeln Jörg Breus erhalten haben, die stilistisch zu jenen in Herzogenburg und Nürnberg passen und damit weitere Aufschlüsse über das ursprüngliche Aussehen des Altars respektive der Altäre geben, muss bis dato offen bleiben und ist ein Desiderat an zukünftige Auseinandersetzungen mit dem Schaffen dieses Malers.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Jörg Breu the Elder Chartreuse Aggsbach late Gothic panel painting Austria Bavaria
Schlagwörter
(Deutsch)
Jörg Breu d. Ä. Kartause Aggsbach Spätgotik Tafelmalerei Österreich Bayern
Autor*innen
Sigrid Adam
Haupttitel (Deutsch)
Der sogenannte Aggsbacher Altar aus dem Oeuvre Jörg Breu d. Ä. in seinem historischen und kunsthistorischen Kontext
Paralleltitel (Englisch)
The so-called Aggsbacher altar from the oeuvre of Jörg Breu the Elder in his historical and art-historical context
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
121 S, [ca. 50] Bl. : zahlr. Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Dachs-Nickel
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.01 Geschichte der Kunstwissenschaften ,
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC07089966
Utheses ID
2732
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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