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Human rights-based approach to development
eine Untersuchung des Entwicklungsdiskurses mit dem Fokus auf das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung
Irene Steiner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Schicho
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30437.29809.423263-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wasser ist die Basis menschlichen Lebens. Knapp eine Milliarde Menschen haben weltweit keinen Zugang zu Wasser, fast die dreifache Anzahl an Menschen hat keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Ab den 90er Jahren wurden die Herausforderungen, wie Verschmutzung, Verknappung und ungleiche Verteilung von Wasser immer mehr zum internationalen Thema. Wasser stellt einen Schlüsselfaktor der sozioökonomischen Entwicklung dar. Ab Ende der 90er Jahren wurden Menschenrechte in die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) integriert. Mit der Entstehung des „Rights-based Approach to Development“ (RBA), für den sich zu Beginn v.a. die Länder des Südens einsetzten, fand ein sog. Paradigmenwechsel in der Handlungsweise der EZA statt. Der bedürfnisorientierte Ansatz wich einem rechtsbasierten Ansatz, der Menschen unterstützt und ermächtigt ihre Rechte wahrzunehmen und diese einzufordern. Pflichtenträger sind der Staat und dessen Institutionen, die ihre Verantwortung wahrnehmen sollen. Mit der Entstehung des Rechts auf Wasser und Sanitärversorgung, festgehalten im Allgemeinen Kommentar Nr. 15, welches seit 2002 ein international anerkanntes Menschenrecht darstellt, wurde eine Basis geschaffen, um den gleichen Zugang zu Wasser in ausreichender Menge und Qualität einzufordern. Die Vielzahl an Publikationen zur Umsetzung des RBA innerhalb der Organisationen verdeutlicht den wichtigen Stellenwert, den dieser einnimmt. Jedoch sind viele Bemühungen diesbezüglich, eher in Politikpapieren zu finden. In der Anwendung eines RBA bzw. des Rechts auf Wasser und Sanitärversorgung in der Praxis, bestehen einige Herausforderungen. Menschenrechte werden von PraktikerInnen als zu politisch, theoretisch und komplex gesehen, um sie in der Praxis, besonders in einem anderen technischen und komplexen Spezialbereich (den Wassersektor), zu übersetzen. Trotz Unsicherheiten und Herausforderungen ist ein Prozess der verstärkten Einbeziehung von Menschenrechten in die Interventionspraxis auch in Wasserbelangen zu erkennen.
Abstract
(Englisch)
Water is the basic principle for human life. Nearly one billion people do not have access to water; almost a third higher is the amount of people, who do not have access to sanitation. From the beginning of 1990, pollution, scarcity and unequal distribution of water became an important topic in the international arena. Water is seen as a key factor of socioeconomic development. During the late 1990´s human rights became integrated into development cooperation. Southern states campaigned for a “Rights-based Approach to Development” (RBA), which influenced a so called paradigm shift in development cooperation. The result was a move from a charity-based approach to a rights-based approach to development, which foster citizens to recognize and claim their rights. The state and its institutions should take their role as a duty-bearer seriously to be accountable for their citizens. With the establishment of the right to water and sanitation, that is codified in the General Comment Nr. 15 and recognized as an independent human right since 2002. It provides a legal foundation to claim the access to sufficient, affordable and clean water. The amount of publications concerning the implementation of the RBA, reflects the importance of the RBA to development cooperation. Most of the emphasis can be found in policy papers. There are still challenges in implementing the RBA and the right to water and sanitation into the practice of development. Human rights are seen as too political, theoretical and complex to translate them into another specialized field as the water sector represents. Despite some uncertainties and challenges in practice, one can see a process towards a stronger emphasis to incorporate human rights and the right to water within development interventions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Development Cooperation Human Rights Rights-based Approach to Development socio-economic Development Water Human right to water and sanitation
Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklungszusammenarbeit Menschenrechte Menschenrechtsansatz sozio-ökonomische Entwicklung Wasser Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung
Autor*innen
Irene Steiner
Haupttitel (Deutsch)
Human rights-based approach to development
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung des Entwicklungsdiskurses mit dem Fokus auf das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung
Paralleltitel (Deutsch)
Der Menschenrechtsansatz in der Entwicklungszusammenarbeit ; eine Untersuchung des Entwicklungsdiskurses mit dem Fokus auf das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
VI, 109 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Schicho
Klassifikationen
43 Umweltforschung, Umweltschutz > 43.70 Entwicklungsländer und Umwelt ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung ,
86 Recht > 86.85 Menschenrechte ,
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines
AC Nummer
AC11420086
Utheses ID
27876
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1