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Die Eigenhaftung der Organe aufgrund von culpa in contrahendo
Stephan Kallab
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Friedrich Rüffler
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29501.87437.102561-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im ersten Teil der Arbeit werden die Grundlagen der Innenhaftung und sodann die Grundlagen der Außenhaftung und die unionsrechtlichen Bezüge umfassend dargestellt. Dies erscheint deswegen geboten, weil dadurch die Intention des Gesetzgebers, dem Binnenhaftungskonzept zu folgen und ein Abweichen davon nur in Ausnahmefällen zuzulassen, deutlich wird. Im zweiten Teil wird die culpa in contrahendo sowie deren dogmatische Grundla-gen dargestellt. Darauf aufbauend wird ein eigener Begründungsversuch der culpa in contrahendo unternommen, auf dem die weitere Untersuchung aufbaut. Der Hauptteil betrifft die Eigenhaftung des Vertreters. Diese ist nach der hM und Rsp nur bei Vorliegen besonderen wirtschaftlichen Eigeninteresses oder der Inan-spruchnahme besonderen Vertrauens geboten. Es folgt eine Untersuchung, wann diese beiden Elemente ein haftungsbegründendes Ausmaß erreichen. In weiterer Folge wird die bisherige Rsp zum konkludent zustande gekommenen Auskunftsvertrag dargestellt und einer kritischen Untersuchung unterzogen. Ins-besondere die Unterschiede zur deutschen Rechtsordnung, welche vom OGH zu wenig gewürdigt werden, werden näher beleuchtet und alternative Lösungsansätze für die betreffenden Konstellationen geboten. Der weitere Gang der Untersuchung führt zum kapitalmarktrechtlichen Sonder-verhältnis. Dieses wird umfassend dargestellt und einer kritischen Untersuchung zugeführt. Zuletzt wird die Prospekthaftung nach allgemeinem Zivilrecht, nach dem KMG sowie deren Verhältnis zueinander untersucht. Dabei erscheint insbesondere die Frage vordergründig, ob eine Prospekthaftung nach allgemeinem Zivilrecht, wie sie der OGH auf Grundlage der cic weiterentwickelt hat, neben der korrespondie-renden Norm des KMG fortbestehen kann. IdZ stellt die Rsp des BGH zu Road-shows einen möglichen Anwendungsfall dar, dessen Übertragbarkeit auf die öster-reichische Rechtslage in einem abschließenden Kapitel näher untersucht wird.
Abstract
(Englisch)
The first part of this doctoral thesis deals with the fundamental principles of the internal liability and the external personal liability as well as with the relevant EU law. The idea behind this approach is to show the legislator´s intention to favour the internal liability and to allow a deviation from this rule only in exceptional cases. The second part discusses the culpa in contrahendo and the relevant doctrines. Building up on this, I will try to explain the dogmatic foundations of the culpa in contrahendo, which shall be the basis for further considerations in this doctoral thesis. The main part of the doctoral thesis will deal with the external (personal) liability of the legal representatives. According to the courts and the prevailing doctrine, this shall only be the case, if the legal representative has his own economic inter-ests or if there is a high degree of trust involved. Then a study will follow which discusses in which cases those elements will lead to liability. Afterwards I will present and critically review the existing case-law regarding the disclosure con-tracts. Special attention will be given to the differences of the Austrian and Ger-man legal systems which are still mostly unappreciated by the OGH (Supreme Court, Austria). Other alternative solutions will be discussed as well. The further investigation will lead to capital market issues, which will be discussed in a comprehensive and critical way. Finally, I will examine the prospectus liability in the light of the general rules of civil law and the KMG as well as the relationship of these provisions to each oth-er. It has become clear from the discussion on this issue that the most relevant question is to check if the prospectus liability according to the general rules of civil law, as developed by the OGH (Supreme Court, Austria) on the basis of cic, can continue to exist along to the prospectus liability according to the KMG. In this context, the case-law of the BGH (Supreme Court, Germany) regarding road-shows seems to be a possible application. The last chapter of the doctoral thesis will investigate, if the German case-law can be of relevance for Austria as well.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Eigenhaftung Organhaftung Außenhaftung culpa in contrahendo
Autor*innen
Stephan Kallab
Haupttitel (Deutsch)
Die Eigenhaftung der Organe aufgrund von culpa in contrahendo
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
XIV, 182, VII. S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Rüffler
Klassifikation
86 Recht > 86.27 Gesellschaftsrecht
AC Nummer
AC11988060
Utheses ID
29092
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
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