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Zum Einfluss besonderer Antwortmöglichkeiten auf das Antwortverhalten und die Akzeptanz von Items zweier Untertests im Multiple-Choice-Format der Intelligenz-Testbatterie AID-Gruppe
Julia Naderer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Klaus Kubinger
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29482.34409.533570-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zur Reduzierung des Rateeffekts von Aufgaben im Multiple-Choice-Format stehen verschiedene Strategien zur Diskussion. In der vorliegenden Arbeit wurde der Effekt spezieller Antwortoptionen auf die Testleistungen in einem Test zum Alltagswissen sowie einem Test zum logisch-schlussfolgernden Denken für Kinder und Jugendliche der 3. bis 12. Schulstufe untersucht. Des Weiteren wurde analysiert, ob sich Unterschiede im Gebrauch der zusätzlichen Antwortoptionen abhängig von der Persönlichkeit der Schüler ergeben und ob die Akzeptanz der beiden Leistungstest die Testleistungen der Schüler beeinflusst. Drei Versionen von Items im Multiple-Choice-Format mit den zusätzlichen Antwortoptionen „Ich weiß die Lösung nicht“, „Da müsste ich raten“, „Die Lösung fehlt“ und eine Version mit der Instruktion, dass Items ausgelassen werden können, wurden mit dem offenen Antwortformat verglichen. Zur Erhebung der Akzeptanz der Schwierigkeit der beiden Leistungstests und zur Erhebung des Interesses der Schüler an den Aufgaben wurde ein eigens entwickelter Fragebogen verwendet. Um die Persönlichkeitseigenschaften Leistungsmotivation, Selbstkonzept, schulischer Ehrgeiz und Impulsivität zu erheben, wurden den Schülern zusätzlich verschiedene Fragebögen vorgegeben. Anhand der Ergebnisse konnte ein Effekt des Antwortformats auf die Testleistungen im Test zum Alltagswissen nachgewiesen werden. Die Schüler, die das Antwortformat mit der Option Items auszulassen bearbeiteten, lösten bei diesem Test die meisten Aufgaben. Die Schüler, denen das freie Antwortformat vorgegeben wurde, erzielten die schlechtesten Testleistungen. Es konnte außerdem geprüft werden, dass die Akzeptanz der Schwierigkeit und das Interesse die Testleistungen beim Test zum Alltagswissen wie auch beim Test zum logisch-schlussfolgernden Denken beeinflusst hat: Schätzten die Schüler die Schwierigkeit der Aufgaben als moderat und die Items selbst als ansprechend ein, dann erzielten sie hohe Testleistungen. Die zusätzlichen Antwortoptionen wurden beim verbalen Material häufiger als beim figuralen Material gebraucht. Schüler mit hohen Ausprägungen in den Persönlichkeitseigenschaften Leistungsmotivation, schulischer Ehrgeiz und Impulsivität wählten die zusätzlichen Antwortoptionen am häufigsten und zeigten verglichen mit den übrigen Schülern, eine geringere Tendenz zu raten. Schüler, die sich als wenig impulsiv und überzeugt von ihren eigenen Fähigkeiten charakterisierten, wählten die zusätzlichen Antwortoptionen seltener. Aus den Ergebnissen kann geschlossen werden, dass nicht nur unterschiedliche Antwortformate sondern auch die Akzeptanz dieser Formate einen Effekt auf Leistungen in Tests mit verbalem und figuralem Material haben. Darüber hinaus scheinen bestimmte leistungsrelevante Persönlichkeitseigenschaften die Wahlhäufigkeit spezieller Antwort-optionen zu beeinflussen. Diese Effekte sollten bei der Konstruktion von Items im Multiple-Choice-Format berücksichtigt werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Multiple-Choice-Items spezielle Antwortmöglichkeiten leistungsrelevante Persönlichkeitseigenschaften
Autor*innen
Julia Naderer
Haupttitel (Deutsch)
Zum Einfluss besonderer Antwortmöglichkeiten auf das Antwortverhalten und die Akzeptanz von Items zweier Untertests im Multiple-Choice-Format der Intelligenz-Testbatterie AID-Gruppe
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
98 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Kubinger
Klassifikation
77 Psychologie > 77.08 Psychologische Diagnostik
AC Nummer
AC11864600
Utheses ID
29445
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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