Detailansicht

"Ist der Mensch rasend oder stellt er sich nur so?" - Friedrich Hölderlins Übersetzungen aus dem Griechischen
Irina Farah Kimeswenger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Griechisch UF Deutsch
Betreuer*in
Herbert Bannert
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.35326
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30323.69077.591462-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Diplomarbeit soll ein Überblick über Friedrich Hölderlins übersetzerisches Schaffen gegeben und der Frage nachgegangen werden, inwiefern die zahlreichen Fehlübersetzungen wirkliche Fehler oder doch absichtliche Um- bzw. Überinterpretationen des Originaltextes sind. Einleitend werden die Grundlagen besprochen, auf denen Hölderlins Werk basiert. Seine Griechisch-Ausbildung, die Textausgabe, die verwendeten Hilfsmittel, aber auch sein immer schlechter werdender Geisteszustand werden besprochen. Weiters wird chronologisch geordnet auf alle Übersetzungen aus dem Griechischen eingegangen und versucht, Hölderlins Entwicklung als Übersetzer nachzuvollziehen. Im Mittelpunkt stehen die Pindar-Texte und die Sophokles-Tragödien Ödipus und Antigone, die Hölderlin übersetzt und mehrmals überarbeitet hat. Der Verwendung von Hilfsmitteln, insbesondere der eines Wörterbuches, ist ein eigenes Kapitel gewidmet, da man auf Basis eines Vergleichs des Wörterbucheintrages und der tatsächlich gewählten Übersetzung Rückschlüsse auf Hölderlins Selbstverständnis als Übersetzer ziehen kann. Abschließend wird die Rezeption der Hölderlin'schen Übersetzungen chronologisch, beginnend bei den Zeitgenossen, über die NS-Zeit bis heute, beleuchtet. Besonders interessant erscheint daran die grundverschiedene Bewertung dieser Texte, die von Begeisterung bis zu absoluter Ablehnung reicht. Ziel meiner Arbeit ist es, auf Basis einer sprachlichen Analyse herauszufinden, ob viele der darin enthaltenen Fehler nicht doch absichtlich mit dem Zweck, das Original der Vorstellung Hölderlins von Tragödie im Allgemeinen anzunähern, gemacht wurden. Handelt es sich hierbei also um „schlechte“, weil fehlerhafte Übersetzungen, oder „gute“, weil poetisch wertvolle Adaptationen des Originals? Mein Ziel ist es, möglichst viele Facetten dieser Übersetzungen aufzuzeigen und so ein differenzierteres Bild ebendieser zu zeichnen, als es vielerorts vorliegt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Friedrich Hölderlin Griechisch Übersetzungen Pindar Sophokles Ödipus Antigone Wörterbuch Nachwirkung
Autor*innen
Irina Farah Kimeswenger
Haupttitel (Deutsch)
"Ist der Mensch rasend oder stellt er sich nur so?" - Friedrich Hölderlins Übersetzungen aus dem Griechischen
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
106 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herbert Bannert
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.95 Literarische Übersetzung ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.08 Deutsche Sprache und Literatur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.40 Klassische Sprachen und Literaturen: Allgemeines ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.41 Griechische Sprache ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.42 Klassische griechische Literatur
AC Nummer
AC12157496
Utheses ID
31308
Studienkennzahl
UA | 190 | 341 | 333 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1