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Der Wiener Kunsthistoriker Fritz Novotny und die wissenschaftliche Rezeption Paul Cézannes
Agnes Blaha
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hans Aurenhammer
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29679.00081.181361-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Wiener Kunsthistoriker Fritz Novotny (1903-1983) widmete einen bedeu-tenden Teil seiner Forschungstätigkeit der Auseinandersetzung mit Paul Cézanne, wobei insbesondere die frühen, bis 1938 entstandenen Texte für die Cézanne-Forschung von Bedeutung waren. Die darin entwickelten Gedanken beeinflussten für die spätere Forschungsgeschichte maßgebliche Personen, wie etwa Maurice Merleau-Ponty und Meyer Schapiro, zudem gingen Teile von Novotnys Ansichten über die Spezifika von Cézannes Raumgestaltung in das kunsthistorische Allgemeingut über. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird zunächst die Genese von Novotnys Schriften im Kontext der frühen Cézanne-Literatur und anderer Untersuchungen zur modernen Kunst beleuchtet, wobei neben den publizierten Texten auch unveröffentlichte Schriften sowie Arbeitsnotizen und Teile der Korrespondenz aus den Archivbeständen des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Wien sowie der Universität für Angewandte Kunst behandelt werden. Im Zusammenhang damit werden die Vor- aber auch Nachteile seiner strukturanalytischen Vorgehensweise im Vergleich zur Erforschung Paul Cézannes durch andere bedeutende Autoren diskutiert. In eingeschränktem Rahmen soll damit auch ein Beitrag zu einer wissenschaftshistorischen Aufarbeitung der kunsthistorischen Cézanne-Forschung geleistet werden, wenn auch diese Aufgabe in Anbetracht der überwältigenden Menge an Literatur nicht vollständig erfüllt wird. Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit dem Versuch einer wissenschafts-theoretischen Einordnung, wobei sowohl die ambivalente Positionierung Novotnys zur Neueren Wiener Schule der Kunstgeschichte als auch seine Orientierung an Immanuel Kants Erkenntnistheorie und in weiterer Folge die Hypothese einer eingeschränkten Orientierung an den Naturwissenschaften diskutiert werden.
Abstract
(Englisch)
Within the writings of Viennese art historian Fritz Novotny (1903-1983), research on Paul Cézanne played a major role. Especially his early texts published between 1929 and 1938 proved influential for later research. The ideas he had developed in his early publications influenced important scholars such as Maurice Merleau-Ponty and Meyer Schapiro, but were also integrated into today's common knowledge about Cézanne's painting. Within this study, the development of Novotny's concepts is discussed in relation to early scholarly publications on Cézanne and on modern art. Additionally to Novotny's publications, unpublished texts as well as his notes and parts of his letters to colleagues from the archives of the Institute for Art History at the University of Vienna and from the University for Applied Arts have been analyzed. Another part of the dissertation deals with the methodological aspects of Novotny's work. Special attention is given to his ambiguous relation to the so-called New Viennese School of Art History as well as to his orientation on Immanuel Kant's philosophy. On the basis of his Kantianism, the hypothesis of a partial orientation at natural sciences is discussed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
history of science modern art art history
Schlagwörter
(Deutsch)
Wissenschaftsgeschichte Moderne Kunst Kunstgeschichte
Autor*innen
Agnes Blaha
Haupttitel (Deutsch)
Der Wiener Kunsthistoriker Fritz Novotny und die wissenschaftliche Rezeption Paul Cézannes
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
223 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Hans Aurenhammer ,
Martina Pippal
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
20 Kunstwissenschaften > 20.01 Geschichte der Kunstwissenschaften ,
21 Malerei > 21.02 Geschichte der Malerei
AC Nummer
AC05039876
Utheses ID
3174
Studienkennzahl
UA | 092 | 315 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1