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Die Aufgabe des Subjekts
Félix González-Torres' Subjektdarstellungen als symbolische Intervention in die sexuelle Differenz im Realen
Alexander Fleischmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Gender Studies
Betreuer*in
Eva Laquièze-Waniek
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30005.34425.760369-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Aus welcher Position wird gesprochen? Wie aus einer spezifisch strukturierten Position genau jene Strukturen kritisieren / umarbeiten / subvertieren, die die eigene Position erst hervorbrin-gen? Diese in den Gender Studies seit langem diskutierten Fragen werden in der vorliegenden Arbeit an Félix González-Torres’ Bonbon-Installationen gestellt. Theoretischer Ausgangspunkt bildet dabei Jacques Lacans Spiegelstadium, das – als Kreuzungspunkt von Imaginärem, Symbo-lischem und Realem konzipiert – zur Erörterung des Lacan’schen Subjektbegriffs herangezogen wird. Das durch Sprache und Begehren gebarrte Subjekt, das am Realem und Symbolischen scheitert, rückt somit in den Mittelpunkt der Überlegungen. Diese werden im zweiten Teil der Arbeit mit der queer-feministischen Forderung, die Reproduktion heteronormativer Zweige-schlechtlichkeit zu überwinden, konfrontiert. Hier werden die Argumente Tove Soilands, wo-nach auch das gebarrte Subjekt ein männliches und somit Geschlecht in der Struktur von Alteri-tät angesiedelt sei, mit jenen von Slavoj Žižek, der auf der sexuellen Differenz im Realen beharrt und dadurch jede binäre Logik von Geschlecht im Symbolischen als Scheitern begreift, zusam-mengeführt. Vor diesem theoretischen Hintergrund verdeutlicht die Analyse der Arbeiten von Félix González-Torres, dass die Aufgabe des Subjekts weniger in der Reiteration bestehender symbolischer Ordnungen, als vielmehr in der Bloßstellung der Unmöglichkeit einer Überset-zungsleistung von Geschlecht aus der Ordnung des Realen hin ins Symbolische zu sehen ist, will das gebarrte Subjekt das Prinzip der symbolischen Ordnung im Sinne eines Žižek’schen Akts radikal transformieren.
Abstract
(Englisch)
How to criticize / remodel / subvert structures out of a specific position that is formed by exact those structures one tries to subvert? In this thesis, this question is posed to the artistic work of Félix González-Torres. The theoretical starting is Jacques Lacan’s Mirror Stage, which will be conceptualized as the intersection of the Imaginary, the Symbolic and the Real. Lacan’s concep-tualization of the barred subject that founders on the Real and Symbolic is confronted with queer-feminist demands to overcome heteronormativity and a binary understanding of gender. By bringing Tove Soiland’s conceptualization of the barred subject as inherently male and her insistence on the sexed character of alterity together with Slavoj Žižek’s sexual difference as ‘real-impossible’, a binary logic of sex/gender is exposed as inherently failing. Against this theoretical backdrop, the analysis of Félix González-Torres’ installations shows that the Aufgabe (both duty and surrender in English) of the subject is less the reiteration of the existing symbolic order, but rather the exposure of the impossibility of any ‘translation’ of sexual difference from the Real into the Symbolic. Hence, this exposure is conceptualized as an Act enabling – according to Žižek – a transformation of the ‘universal structuring principle’ of the symbolic order itself.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
subject queer-feminism psychoanalysis Lacan sexual difference Félix González-Torres contemporary art portrait self-portrait
Schlagwörter
(Deutsch)
Subjekt queer-feministisch Psychoanalyse Lacan sexuelle Differenz Félix González-Torres zeitgenössische Kunst Portrait Selbstportrait
Autor*innen
Alexander Fleischmann
Haupttitel (Deutsch)
Die Aufgabe des Subjekts
Hauptuntertitel (Deutsch)
Félix González-Torres' Subjektdarstellungen als symbolische Intervention in die sexuelle Differenz im Realen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
147 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Eva Laquièze-Waniek
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft
AC Nummer
AC12693369
Utheses ID
34465
Studienkennzahl
UA | 066 | 808 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1