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Aktuelle Bestandsaufnahme des Wiener Walzers in Wien
Pamela Jenny Gludovatz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Weber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.3982
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30321.09779.468270-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Geschichte des Walzers beginnt im 15. Jahrhundert; seit damals sind volkstümliche Drehtänze im deutschen Sprachraum bezeugt. Die Ansicht, dass der Walzer aus dem Ländler entstanden ist, weiß man heute überholt. Beide Tänze sind eher als Geschwister zu betrachten, deren Wege sich trennten. Der Ländler ist figurenreich und behielt sein gemächliches Tempo. Der Walzer blieb ohne Choreographie und erfuhr eine Beschleunigung des Tempos. Diese Beschleunigung hatte sowohl mit der einfachen Drehung zu tun als auch mit der nachbarock-aufgeklärten Zeit. Der Wiener Walzer wurde vor allem durch Michael Pamer, Johann Strauss und Joseph Lanner berühmt. Lanner und Strauss spielten zunächst in der Kapelle Pamers, bevor sich beide selbständig machten und eigene Wege gingen. Sie behielten ihre Freundschaft – die beiden Herren standen ohnehin nicht in direkter Konkurrenz zueinander: Lanner hielt nämlich am Ländlerhumor fest, während Strauss den Witz in die Musik legte. Ein musikalisches Merkmal des Wiener Walzers ist zweifelsfrei der Rhythmus der Begleitung: Der zweite und dritte Schlag sind nicht immer pünktlich. Die zwei wird vorgezogen und die drei verspätet – das macht den Wiener Walzer aus. Beim Tanz veränderte sich die Haltung des Paares zueinander: Anfangs war aufgrund der Kleidung und Moral großer Abstand zwischen den Tänzern. Mit der Zeit änderten sich die Mode, die moralischen Ansichten und auch das Tempo des Walzers. Um eine gemeinsame Drehachse zu erlangen, brauchte es eine geschlossene Körperhaltung mit Hüftkontakt, wodurch eine detaillierte Fußtechnik wichtig wurde. Auch in der heutigen Zeit spielt der Walzer keine geringe Rolle. Sowohl im touristischen Bereich, für Wiener, wie auch im Rahmen von Ballveranstaltungen ist der Walzer – gerade für die Weltstadt der Musik Wien – von großer Bedeutung. In der vorliegenden Arbeit wird versucht, eine aktuelle Bestandsaufnahme des Wiener Walzers in Wien zu machen. Dabei wird auf die verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen eingegangen und aufgelistet, welche Möglichkeiten Wien bietet, damit ein Tourist, ein Wiener und auch ein Ballhungriger auf seine Kosten kommt – sowohl musikalisch als auch tänzerisch.
Abstract
(Englisch)
The history of the Viennese Waltz began as early as the 15th century; with folk-like round dances documented throughout the German-speaking region. The waltz was often considered a final dance figure of the Landler, which might imply that the waltz had its origins in the Landler. This theory, however, is outdated. More probably, both dances ought to be considered as siblings going separate ways over the time. The Landler is rich in figures and has maintained its leisurely tempo. The waltz, however, still lacks choreography and has experienced an increase in tempo. This acceleration is due to its simple rotation and with the enlightened atmosphere of the time following the baroque period. Michael Pamer along with Johann Strauss and Joseph Lanner made the Vienna Waltz famous. Lanner and Strauss originally played in Pamer’s orchestra before each of them took up their artistic direction. But they maintained their friendship, as they did not compete directly: Lanner adhered to the humour of the Landler, whereas Strauss put his wit into his music. One of the musical features of the Viennese Waltz is undoubtedly the rhythm of its accompaniment. The waltz is exceptional because of the way the second and third beats are played: mostly unpunctually. Beat two is brought forward and beat three a little bit belated – it is this detail that constitutes the Viennese Waltz. Dancing the waltz changed a couple’s posture: Initially there was a big distance between the dancers due to dress code and moral standards. Gradually both fashion and morals and the tempo of the waltz changed. Sharing the same rotation axis required hip contact and dancing closely, as a result exact footwork became important. Even today the waltz still plays an important role. In tourism and within the civil society, as well as within the framework of a ball the Waltz is still of major importance, above all for the metropolis of music, Vienna. This thesis tries to raise an inventory of the Viennese Waltz in Vienna itself, with due consideration of different social layers and of all the opportunities Vienna offers to tourists, citizens and ball enthusiasts, continuing to meet their expectations as to music and dance.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Viennese Waltz Vienna dance music ball
Schlagwörter
(Deutsch)
Wiener Walzer Wien Ballgeschehen Tanz Musik
Autor*innen
Pamela Jenny Gludovatz
Haupttitel (Deutsch)
Aktuelle Bestandsaufnahme des Wiener Walzers in Wien
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
117 S. : Ill., graph. Darst., Notenbeisp.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Weber
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.15 Tanzkunst, Bewegungskunst ,
24 Theater, Film, Musik > 24.60 Musikformen, Musikgattungen: Allgemeines ,
24 Theater, Film, Musik > 24.63 Unterhaltungsmusik
AC Nummer
AC07554341
Utheses ID
3513
Studienkennzahl
UA | 316 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1