Detailansicht

Tschechen auf Reisen
Repräsentationen der außereuropäischen Welt und nationale Identität in der tschechischen Gesellschaft, 1890 - 1938
Sarah Lemmen
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Geschichte)
Betreuer*in
Philipp Ther
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29366.79394.461264-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Nationalisierung und Globalisierung bedingen sich gegenseitig. Dieser Annahme folgend untersucht die vorliegende Arbeit Repräsentationen der außereuropäischen Welt sowie nationale Selbstbilder in der tschechischen Gesellschaft im Zeitraum von 1890 bis 1938. Ausgangspunkt der Überlegungen ist dabei die durch vielfältige Quellen belegte Erkenntnis, dass während der ersten Globalisierung im ausgehenden 19. Jahrhundert sowie während der oft als Phase der „Deglobalisierung“ bezeichneten Zwischenkriegszeit die Auseinandersetzung mit der außereuropäischen, nicht-westlichen Welt – hier verstanden als Afrika, Asien, Australien, Lateinamerika sowie Ozeanien – für die tschechische Gesellschaft von wachsender Bedeutung war. Somit umfasst diese Studie die letzten Dekaden der Habsburgermonarchie, in denen sich die tschechische als „kleine“ Nation verstand, und die Zeit der ersten Tschechoslowakischen Republik, in der die Tschechen nun als Staatsnation politisch und wirtschaftlich eine neue Rolle auf internationalem Parkett einnahmen. Anhand eines breiten Quellenkorpus, der neben Archivmaterial, Tageszeitungen und diversen Publikationen zu Export, Kolonialambitionen oder Emigration in Übersee vor allem Reiseberichte umfasst, werden mit einer kritischen Text-/Kontextanalyse Versuche einer globalen Selbstverortung der tschechischen Nation herausgearbeitet. Folgende Schwerpunkte stehen dabei im Fokus: Erstens wird die wachsende Beschäftigung mit der außereuropäischen Welt in der Habsburgermonarchie und vor allem in der Tschechoslowakei aufgezeigt. Die Analyse der Reiseberichte öffnet, zweitens, den Blick auf die Fremdwahrnehmung der außereuropäischen Welt, die eine europäische und doch nicht-kolonialer Perspektive widerspiegelt. Drittens zeigt sie die tschechische Selbstverortung zwischen „kleiner“ und „global präsenter“ Nation im globalen Kontext auf. Diese Arbeit verknüpft somit Ansätze der tschechischen Geschichte, Globalgeschichte und der postcolonial studies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Czech history global history postcolonial studies travelogues national identity non-European world orientalism Czechoslovakia
Schlagwörter
(Deutsch)
Tschechische Geschichte Globalgeschichte postcolonial studies Reiseberichte nationale Identität außereuropäische Welt Orientalismus Tschechoslowakei
Autor*innen
Sarah Lemmen
Haupttitel (Deutsch)
Tschechen auf Reisen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Repräsentationen der außereuropäischen Welt und nationale Identität in der tschechischen Gesellschaft, 1890 - 1938
Paralleltitel (Englisch)
Czechs abroad : representations of the non-European world and national identity in Czech Society, 1890 - 1938
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
365 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Bernhard Struck ,
Martina Winkler
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.49 Ostmitteleuropa ,
15 Geschichte > 15.61 Tschechien, Slowakei, Ungarn
AC Nummer
AC13002826
Utheses ID
35301
Studienkennzahl
UA | 792 | 312 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1