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Zielgruppenanalyse zur bedarfsgerechten Konzeption einer neuen Coaching-Ausbildung für BerufseinsteigerInnen
Ludwig Stalla
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Julia Klug
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30095.43218.915161-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel der vorliegenden Arbeit war die Analyse der potentiellen Zielgruppe für eine neue Coaching-Ausbildung für BerufseinsteigerInnen. Um eine bedarfsgerechte Konzeption dieser Ausbildung zu ermöglichen wurde untersucht, welchen Einfluss das Studium (Psychologie, Nicht-Psychologie) und bereits absolvierte Fortbildungen im Bereich Coaching und Gesprächsführung auf die Gesprächsführungskompetenz in Coaching-Situationen und damit theoretisch in Zusammenhang stehende Dimensionen haben. Außerdem wurde untersucht, ob diese Dimensionen die Gesprächsführungskompetenz vorhersagen können und sich somit als Prädiktoren dieser erweisen. Zu den untersuchten potentiellen Prädiktoren der Gesprächsführungskompetenz gehörten das klinisch-psychologische und das betriebswirtschaftliche Fachwissen, die reflektierte Erfahrung, das professionelle Kompetenzerleben und die persönliche Relevanz. Da nur wenige empirische Vorbefunde zu diesem Thema vorliegen, war das Vorgehen größtenteils explorativ. Zur Beantwortung der Fragestellungen wurde ein Online-Fragebogen zur Selbsteinschätzung dieser Dimensionen erstellt. Der Fragebogen wurde von 79 Personen (84.8% weiblich) ausgefüllt, die an einer solchen neuen Coaching-Ausbildung prinzipiell Interesse zeigten. Es zeigte sich, dass PsychologInnen ein signifikant höheres Wissen in klinischer Psychologie angeben als Nicht-PsychologInnen. Nicht-PsychologInnen hingegen geben ein signifikant höheres Wissen in Betriebswirtschaftslehre an. Außerdem gaben PsychologInnen mit Fortbildung signifikant höhere Werte in klinischer Psychologie und im professionellen Kompetenzerleben an als ohne Fortbildung. Dahingegen gaben Nicht-PsychologInnen mit Fortbildung signifikant geringere Werte in diesen Skalen an als ohne Fortbildung. Darüber hinaus zeigten sich keine signifikanten Unterschiede im Ausmaß der Gesprächsführungskompetenz in Abhängigkeit von Studium und absolvierten Fortbildungen. Das professionelle Kompetenzerleben und die persönliche Relevanz erwiesen sich als signifikante Prädiktoren der Gesprächsführungskompetenz. In Hinblick auf eine neue Coaching-Ausbildung deuten die Ergebnisse darauf hin, dass es hilfreich sein könnte eventuellen negativen Entwicklungen des professionellen Kompetenzerlebens (insbesondere bei Nicht-PsychologInnen) mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen und positive Entwicklungen gezielt zu fördern.
Abstract
(Englisch)
The aim of the current study was to analyze a potential target group of a new coaching training course for professional newcomers. In order to enable a need-based conception of this training course it was examined which impact university studies (Psychology, Non-Psychology) and already passed formal training courses in the field of coaching and conversation techniques have on the conversational competence with regard to coaching situations and on therewith theoretically related dimensions. Furthermore it was examined wether those dimensions can explain the conversational competence and therefore be approved as predictors of the same. The examined potential predictors consisted of the knowledge in clinical psychology and business administration, the reflected experience, the experience of professional competence and the personal relevance. Because there are only little previous empirical findings with regard to this topic the approach was mainly explorative. To answer the research questions an online questionnaire for self-assessing these dimensions was developed. It was answered by 79 persons (84.4% female) who showed interest in participating in such a new coaching training course. The results showed that psychologists state a significantly higher amount of knowledge in clinical psychology than non-psychologists. Whereas non-psychologists stated a significantly higher amount of knowledge in business administration. Moreover, psychologists with a training course stated a significantly higher amount of knowledge in clinical psychology and of experience of professional competence than without a formal training course. On the other hand, non-psychologists with a training course stated significantly lower amounts in these scales than without a training course. In addition, no significant difference could be found in the conversational competence in dependence of university studies and passed training courses. The expierence of professional competence and the personal relevance were significant predictors of the conversational competence. The results indicate that during the new coaching training course for professional newcomers it could be a useful strategy to encounter possible negative developments of the experience of professional competence (especially for non-psychologists) with appropriate interventions and thereby to specifically foster positive developments.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Coaching Beratung Gesprächsführung Kompetenzen Ausbildung Zielgruppenanalyse
Autor*innen
Ludwig Stalla
Haupttitel (Deutsch)
Zielgruppenanalyse zur bedarfsgerechten Konzeption einer neuen Coaching-Ausbildung für BerufseinsteigerInnen
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
96 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Klug
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
77 Psychologie > 77.93 Angewandte Psychologie
AC Nummer
AC13019746
Utheses ID
35414
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1