Detailansicht

Impression Management von politischen Journalistinnen und Journalisten in Social Media
Bianca Stockreiter
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Julia Wippersberg
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30500.77123.111562-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ausgangssituation Social Media ist für Journalistinnen und Journalisten ein großes Spannungsfeld zwischen berufsbildlichen Idealen, neuer Arbeitsroutine, ökonomisch bedingter Erwerbsquelle und öffentlicher Präsentation zur Absicherung ihrer Position. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, festzustellen inwiefern politische Journalistinnen und Journalisten aus Österreich über Social Media Impression Management betreiben. Dazu wurde ausgehend vom Symbolischen Interaktionismus über Goffmans Metapher des alltäglichen Theaterspiels hin zu den zahlreichen identifizierten Impression-Management-Techniken, wie Menschen sich selbst in ein günstiges Licht stellen, geführt. Methode Mittels Inhaltsanalyse wurden 1132 Facebook-Postings und Tweets von zwei Journalistinnen und zwei Journalisten aus Österreich hinsichtlich eingesetzter Impression-Management-Techniken, aber auch hinsichtlich Motive, Tonalität, Zuspruch (per Like/Favorisierung) analysiert. Die gewählten Journalistinnen und Journalisten arbeiten allesamt im Politik-Ressort: Florian Klenk, Corinna Milborn, Alexandra Föderl-Schmid und Armin Wolf. Ergebnisse Die Ergebnisse zeigten, dass in rund einem Viertel aller analysierten Postings und Tweets positive Impression-Management-Techniken angewendet wurden. Am häufigsten wurden die Techniken Self-Promotion, Ingratiation/Other-Enhancement, Personal Attraction, Competence/Expertise und Entitlements verwendet. Überraschend war, dass die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit der KommunikatorInnen kaum herausgestellt wurden. Zu den Unterschieden zwischen der Nutzung von Twitter und Facebook konnte die Hypothese bestätigt werden, dass Twitter eher als Meta-Plattform oder Insiderplattform verwendet und die größere Reichweite auf Facebook genutzt wird, um ein breiteres (Nicht-Branchen-)Publikum mit gezielteren Inhalten anzusprechen. Corinna Milborn und Alexandra Föderl-Schmid weisen beide sehr hohe Anteile an redaktionellem Marketing auf (über die Hälfte). Am zweithäufigsten werden Social-Media-Plattformen zum Zweck der Verbreitung und Empfehlung von Themen oder Links verwendet. Anhand dieses Ergebnisses kann man die von Bruns (2005) vorgestellte komplementäre Rolle des Gatewatchers (neben dem Gatekeeping) deutlich sehen. Mit Abstand am meisten thematisiert wurde – wenig überraschend – Politik, gefolgt von Medien/Journalismus, nur bei Klenk und Wolf wird auch in ca. zehn Prozent Internethumor oder Triviales geteilt. Generell treten die Journalistinnen und Journalisten zu gleichen Teilen wertend und objektiv auf, die wertenden Beiträge und die mit negativ oder positiv ausschlagender Tonalität erhalten allerdings den meisten Zuspruch im Sinne von Likes oder Favorisierungen. Die vorliegende Arbeit hat sowohl gezeigt, warum der Einsatz von Social Media aus dem Journalismus des 21. Jahrhunderts nicht wegzudenken ist und dass bereits einige Vertreter der Zunft die Potentiale erkennen und ausschöpfen. In Zukunft werden wir mehr professionelle Auftritte von JournalistInnen in Social Media sehen. Vor allem NachwuchsjournalistInnen werden sich die Plattformen für ihre Zwecke aneignen (müssen), um für den Arbeits-, aber auch für den Publikumsmarkt sichtbar zu werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Impression Management Online Impression Management Kommunikatorforschung Social Media Selbstdarstellung
Autor*innen
Bianca Stockreiter
Haupttitel (Deutsch)
Impression Management von politischen Journalistinnen und Journalisten in Social Media
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
154 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Wippersberg
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC13089044
Utheses ID
35697
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1