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Schizotypie und Parasoziale Interaktion
eine Vergleichsstudie zwischen Personen mit hoher und niedriger Schizotypie, mit besonderem Fokus auf das Zusammenspiel zwischen positiver Schizotypie, Dissoziation und frühkindlicher Traumata
Bora Kim
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Kristina Hennig-Fast
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30156.31781.629653-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, den Einfluss von positiver Schizotypie, Dissoziation und frühkindlicher Traumata (UVs) auf die Fantasieneigung, welche im Zusammenhang mit der Parasozialen Interaktion (PSI) (AV) gebracht wurde, zu untersuchen. Es wurde erwartet, dass Personen mit hoher Schizotypie, aufgrund ihrer negativen frühkindlichen Erfahrungen, der aktuellen Dissoziation und Symptome der positiven Schizotypie, eine höhere PSI bei drei verschiedenen Filmausschnitten aufweisen würden als Personen mit niedriger Schizotypie. Methode. 95 Personen, 69 weibliche und 25 männliche Personen (eine Person machte keine Angaben zu ihrem Geschlecht) wurden aufgrund schizotyper Symptome in eine hohe oder niedrige Schizotypie-Gruppe eingeteilt. Dabei kamen die deutsche Version des Childhood Trauma Questionnaire (CTQ), deutsche Übersetzung des Dissociative Expeirence Scale (DES), Schizotypal Personality Questionnaire (SPQ) für die Erhebung der UVs zum Einsatz. Mittels drei verschiedenen Filmabschnitten (lustiger, neutraler und trauriger Film) und der PSI-Prozess-Skala (PSI) wurde die PSI erfasst. Ergebnisse. Personen mit erhöhter Schizotypie wiesen in allen untersuchten Variablen (Dissoziation, frühkindliche Traumata und PSI) höhere Werte auf als Personen mit niedriger Schizotypie. In der Gruppe mit erhöhter Schizotypie konnten die hohen Werte auf der PSI-Prozess-Skala beim lustigen und traurigen Film durch positive Schizotypie und der Gesamtskala der Schizotypie erklärt werden. Darüberhinaus existierten einige signifikante Korrelationen zwischen den untersuchten Variablen. Schlussfolgerung. Die Ergebnisse können die Theorien, dass sich bei allen untersuchten Variablen signifikante Gruppenunterschiede zeigen, bestätigen. Die Hypothese, dass die hohen PSI-Werte in der erhöhen Schizotypie-Gruppe auf positive Schizotypie, Dissoziation und frühkindliche Traumata zurückzuführen sind, konnte zum Teil bestätigt werden, ebenso hinsichtlich der Korrelationen zwischen einigen Variablen. Zukünftige Studien, die sich mit Schizotypie und PSI befassen, sollten mehr Personen mit niedrigem Bildungsniveau untersuchen, sowie die Tauglichkeit des neutralen Filmausschnittes als ein Messinstrument zur Erfassung der PSI. Erkenntnisse der vorliegenden Studie stellen jedenfalls eine Ausgangsbasis für virtuelle Interventionen oder Therapien in der Praxis dar und sind für Untersuchungen an einer nicht klinischen Population von großem Nutzen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schizotypie Parasoziale Interaktion frühkindliche Traumata Dissoziation und positive Schizotypie
Autor*innen
Bora Kim
Haupttitel (Deutsch)
Schizotypie und Parasoziale Interaktion
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Vergleichsstudie zwischen Personen mit hoher und niedriger Schizotypie, mit besonderem Fokus auf das Zusammenspiel zwischen positiver Schizotypie, Dissoziation und frühkindlicher Traumata
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
84 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kristina Hennig-Fast
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC13108146
Utheses ID
35810
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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