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Effects of paced respiration on attentional impulse control
Dominic Reichl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Joint Degree Programme MEi :CogSci Cognitive Science
Betreuer*in
Karl Grammer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.40501
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29810.40302.853861-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Herzratenvariabilität (HRV) liefert einen Index für Selbstkontrolle (Segerstrom & Solberg Nes 2007). Da Atemfrequenz einen Einfluss auf HRV hat (Song & Lehrer 2003), lässt sich die Hypothese aufstellen, dass Atmung Selbstkontrolle beeinflusst. Dieser Zusammenhang ist bisher noch nicht direkt untersucht worden. Die gegenwärtige experimentelle Studie hat die Hypothese getestet, dass sich bestimmte Atemmuster unmittelbar und kurzfristig auf die menschliche Fähigkeit auswirken, Ablenkungen durch Impulskontrolle zu widerstehen. Im Experiment führten 50 Teilnehmer eine kurze entweder langsame oder schnelle Atemübung durch und wurden anschließend aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit auf einen Bild-schirm vor ihnen zu richten, worauf ein langweiliger Videoclip gezeigt wurde. Gleichzeitig wurden auf einem zweiten Bildschirm rechts daneben aufregende, aufmerksamkeitserregende Clips inklusive Ton abgespielt. Selbstkontrolle wurde dadurch quantifiziert, wie oft und wie lange die Versuchspersonen auf den Ablenkungsbildschirm blickten. Die Resultate zeigten, dass Versuchspersonen in der schnellen Atemgruppe öfter und länger auf den Ablenkungsbildschirm sahen als Personen in der langsamen Atemgruppe, was die Hypo-these befürwortet. Zusätzliche Messungen wie Neurotizismus oder der Zeitabstand zur letzten konsumierten Mahlzeit waren partielle Prädikatoren für Selbstkontrollleistung, nicht aber die Einnahme von Psychostimulanzien, das Ausmaß körperlicher Freizeitaktivität oder Überzeugungen von Teilnehmern über Willenskraftdynamiken. Einige HRV-Messungen reflektierten selbstregulatorische Kraft, doch während selbstregulatorischer Anstrengung unterschieden sie sich nicht zwischen den Atemgruppen. Im Anschluss an eine Diskussion dieser Resultate sowie der Einschränkungen dieser Studie und ihrer Relevanz für die Kognitionswissenschaft endet diese Masterarbeit mit einem Vorschlag für künftige Forschung und zieht ein Fazit.
Abstract
(Englisch)
Self-control is reflected by increased heart rate variability (HRV) (Segerstrom & Solberg Nes 2007). Since HRV can be modulated by respiratory rate (Song & Lehrer 2003), it may be hypothesized that breathing affects self-control. This relationship has not yet been directly investigated. The present study experimentally tested the hypothesis that paced res-piratory patterns have immediate short-term effects on people’s capability to resist distraction through attentional impulse control. The experiment had 50 participants perform a brief breathing exercise, either slow- or fast-paced. This was followed by the instruction to focus their attention on a video screen in front of them, on which boring footage was displayed. Another screen positioned to the right simultaneously showed exciting, attention-grabbing video clips with audio. Self-control was measured by the amount and duration of subjects’ gazes toward the distractor screen. The results showed that subjects in the fast breathing group gazed more often and longer at the distractor screen than subjects in the slow breathing group—thus supporting the hypothesis. Additional measurements of time interval since the last meal consumed as well as neuroticism score could each partially predict self-control performance, whilst psychostimulant intake, leisure-time physical activity score, and participants’ beliefs about willpower could not. Some heart rate variability measures reflected self-regulatory strength but did not differ between groups during self-regulatory effort. After discussing these results, limitations of the study, and its relevance for cognitive science, the thesis ends with proposals for future research and a conclusion.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
self-control willpower respiration breathing exercise heart rate variability executive function task distracting video clips neuroticism
Schlagwörter
(Deutsch)
Selbstkontrolle Willenskraft Atmung Atemübung Herzratenvariabilität exekutive Funktion ablenkende Videoclips Neurotizismus
Autor*innen
Dominic Reichl
Haupttitel (Englisch)
Effects of paced respiration on attentional impulse control
Paralleltitel (Deutsch)
Auswirkung festgelegter Atemraten auf attentionale Impulskontrolle
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
59 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Karl Grammer
Klassifikation
77 Psychologie > 77.50 Psychophysiologie
AC Nummer
AC13252940
Utheses ID
35871
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1