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Der Verfassungsgerichtshof im Spannungsfeld zwischen Rechtsprechung und Politik
Manfred Sommerbauer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Rechtswissenschaften Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Peter Gerlich
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20201.15941.958478-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Politik auf das Recht insbesondere auf das Verfassungsrecht. Kaum ein anderes Rechtsgebiet hat mehr Nähe zur Politik als das Verfassungs-recht. Demzufolge spielt die Besetzung von Richtern des Ver-fassungsgerichtshofes eine entscheidende Rolle und wird an-hand von Erkenntnissen des Verfassungsgerichtshofs untersucht ob bei dessen Entscheidungen ein parteipolitisches Kalkül er-kennbar ist. Dem derzeit geltenden Bestellungsmodus werden Alternativen gegenübergestellt, ebenso eine mögliche transpa-rentere Gestaltung von Erkenntnissen, insbesondere durch Ein-führung einer „dissenting opinion“. Kritisch werden auch Fäl-le von möglichen Kompetenzüberschreitungen des Verfassungsge-richtshofes untersucht, vor allem ob dieser als „negativer Gesetzgeber“ Kompetenzen der Legislative an sich zieht und damit das Prinzip der in der Verfassung verankerten strikten Gewaltenteilung aufweicht. Auch die Rolle des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und dessen Amtsverständnis werden be-leuchtet. Ein Teil der Arbeit widmet sich der Verfassungsre-form 1929 und des damit verbundenen Versuchs der „Entpoliti-sierung des Verfassungsgerichtshofs“ bis zu dessen Ausschal-tung. Neben einem geschichtlichen Überblick wurde versucht im Rahmen von Expertengesprächen einen Eindruck vom Stellenwert des Höchstgerichtes zu vermitteln.
Abstract
(Englisch)
The dissertation examines the extent of political influence on the law, especially on constitutional law. Hardly any other subject in the field of law has a closer proximity to politics than constitutional law. Since the composition of the judges in the constitutional court plays a vital role, the dissertation investigates whether political calculus can be found in the courts descisions, by examining selected jud-gements. Further issues involve contrasting the current modus operandi of appointment to other alternatives and ways of ma-king the shaping of judgements more transparent, especially through introducing the possibility of a „dissenting opini-on“. The dissertation also critically investigates cases of possible overreach through the constitutional court, with a focus on the question whether the court also seizes competen-cies of the legislative as „negative legislator“ and thereby waters down the strict principle of seperation of powers. The role of the president of the constitutional court and his perception of his ministry are also examined. A part of the dissertation is dedicated to the constitutional reform of the year 1929 and the corresponding attempt of the „depoliti-cization of the constitutional court“ until its paralysation and dissolution. In addition to a historical overview, the dissertation attempts to convey an impression of the consti-tutional courts importance by including expert interviews.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Constitutional law Politics Seperation of powers
Schlagwörter
(Deutsch)
Verfassungsgerichtshof Politik Gewaltenteilung
Autor*innen
Manfred Sommerbauer
Haupttitel (Deutsch)
Der Verfassungsgerichtshof im Spannungsfeld zwischen Rechtsprechung und Politik
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
201 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Peter Gerlich ,
Gerhard Strejcek
Klassifikation
86 Recht > 86.46 Staatsrecht, Verfassungsrecht: Sonstiges
AC Nummer
AC13292539
Utheses ID
37740
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1