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Neuromyelitis optica und Multiple Sklerose im Vergleich hinsichtlich verschiedener kognitiver Funktionen, Depression und selbsterlebter Defizite der Aufmerksamkeit
Verena Grünzweil
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Germain Weber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.43698
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21424.08673.872067-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Neuromyelitis optica (NMO) und Multiple Sklerose (MS) zählen zu den demyelinisierenden Krankheiten des Zentralnervensystems, welche sich besonders durch chronisch entzündliche Entmarkungsprozesse auszeichnen. Das wesentliche Unterscheidungskriterium stellt der 2004 entdeckte, für NMO spezifische Autoantikörper NMO-IgG dar. Bisherige neuropsychologische Untersuchungen zeigten signifikante Beeinträchtigungen in kognitiven Fähigkeitsbereichen sowie Veränderungen der Befindlichkeit bei NMO und MS. Im Rahmen dieser Querschnittstudie soll mittels wissenschaftlich fundierter diagnostischer Verfahren und vollstrukturierter Fragebögen primär die Frage nach Unterschieden hinsichtlich verschiedener kognitiver Funktionen und der Depression zwischen NMO-und MS-PatientInnen sowie neurologisch gesunden Personen dargestellt werden. Die Ergebnisse der statistischen Analyse zeigen, dass PatientInnen beider Krankheiten im Vergleich zu gesunden Personen über eine signifikant verlangsamte Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit verfügten. NMO-PatientInnen wiesen außerdem eine signifikant verringerte Aufmerksamkeitsleistung auf. Des Weiteren scheint die verbale Lern- und Merkfähigkeit sowie die formal-lexikalische Wortflüssigkeit von MS-PatientInnen vergleichsweise signifikant verschlechtert zu sein. Hinsichtlich der psychischen Befindlichkeit beschrieben MS-PatientInnen im Vergleich zu NMO-PatientInnen und gesunden Personen eine signifikant höhere Depression. Die Ergebnisse können als Hinweis auf kognitive Beeinträchtigungen beider PatientInnengruppen interpretiert werden, wobei Einflussfaktoren auf die Erhebung der kognitiven Fähigkeiten, wie beispielsweise motorische oder Seheinschränkungen, berücksichtigt werden müssen. Außerdem kann auf einen differentiellen Verlauf der beiden Erkrankungen geschlossen werden, was die Notwendigkeit nach auf das jeweilige Krankheitsbild abgestimmten, psychologischen Interventionsmaßnahmen unterstreicht.
Abstract
(Englisch)
Neuromyelitis optica (NMO) and multiple sclerosis (MS) both are demyelinating diseases of the central nervous system. The main distinguishing feature is the high specific antibody NMO-IgG, which was discovered in 2004. Neuropsychological research displays that both cognitive impairment in different areas and depressive mood was shown by NMO and MS patients. The aim of this cross-sectional study is to investigate differences concerning cognitive functions and depression between NMO and MS patients as well as healthy controls. Results show that NMO and MS patients performed lower in information processing speed. Furthermore, attention was significantly impaired in NMO patients. Apart from that, MS patients showed deficits in verbal memory and phonemic word generation. Additionally, this group of patients described their mood significantly as more depressed than NMO patients and controls. While interpreting these outcomes, some influencing factors such as motor function or sight deficits must be taken into account. Nevertheless, the results can be taken as a hint towards a differential progression of the two diseases. That is why adapted psychological interventions should be seen as an essential part of therapy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
neuromyelitis optica multiple sclerosis cognitive functions depression
Schlagwörter
(Deutsch)
Neuromyelitis optica Multiple Sklerose kognitive Funktionen Depression selbsterlebte Defizite der Aufmerksamkeit
Autor*innen
Verena Grünzweil
Haupttitel (Deutsch)
Neuromyelitis optica und Multiple Sklerose im Vergleich hinsichtlich verschiedener kognitiver Funktionen, Depression und selbsterlebter Defizite der Aufmerksamkeit
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
88 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Germain Weber
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.08 Psychologische Diagnostik ,
77 Psychologie > 77.31 Kognition ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC13403791
Utheses ID
38683
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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