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Zwischen Tradition und Innovation
die Münzprägung Vespasians
Martin Ziegert
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Alte Geschichte und Altertumskunde)
Betreuer*in
Reinhard Wolters
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28269.74303.810764-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Kaiser Vespasian (69–79 n. Chr.) kam als Usurpator auf Thron. Ohne familiäre Verbindung zur Vorgängerdynastie musste er nach seinem Sieg über Vitellius neue Wege der Legitimation beschreiten. Seine Münzprägung wurde in dieser Arbeit mit drei Methoden untersucht: Die Systemrekonstruktion erweitert die Interpretationsmöglichkeit der Münztypen, da sie die gleichzeitig geprägten Reverse nebeneinander stellt, sodass diese zusammen gedeutet werden können. In Tabellen und Prägeübersichten wird die umfangreiche Münzprägetätigkeit unter Vespasian systematisch dargestellt. Die Hortfundanalyse stellt die Mengenverhältnisse für die Münztypen dar, denn nicht alle Typen wurden gleich häufig ausgeprägt. Aufgrund der Häufigkeit einzelner Typen können marginale und sehr bedeutsame Typengruppen unterschieden werden. Für die Edelmetallprägungen in Gold und Silber ist vor allem Pax auf den Reverstypen belegt – im Silber sogar auf jedem vierten Denar. Im Buntmetall sind insbesondere Felicitas, Spes, Aequitas und Victoria die häufigsten Typengruppen. Es lassen sich zudem Aussagen über die Rolle der einzelnen Münzstätten und die Mengenverhältnisse zwischen den Prägungen für Vespasian und seine Söhne treffen. Die ikonographische Vorbildsuche für die Reverstypen Vespasians ergab, dass dreiviertel der knapp 240 Typen auf Vorgängerprägungen zurückzuführen sind. Die Vorbilder finden sich unter den Prägungen sowohl aller kaiserlichen Vorgänger als auch unter denen der Republik. Am häufigsten wurden Bilder von Galba, Vitellius, Augustus und der Republik nachgeahmt. Die vielen Imitationen haben verschiedenste Erklärungen hervorgebracht, von denen die Anbindung an die Vorgängerdynastie am wahrscheinlichsten ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Münzprägung Vespasian Systemrekonstruktion Ikonographie Hortanalyse
Autor*innen
Martin Ziegert
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Tradition und Innovation
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Münzprägung Vespasians
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
234, 239-418 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Fritz Mitthof ,
Franz Mittag
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.13 Numismatik, Sphragistik ,
15 Geschichte > 15.15 Archäologie ,
15 Geschichte > 15.25 Alte Geschichte ,
15 Geschichte > 15.28 Römisches Reich
AC Nummer
AC13248431
Utheses ID
38800
Studienkennzahl
UA | 792 | 310 | |
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