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Le développement de la société québécoise entre 1900 et 1940 et sa représentation dans "Maria Chapdelaine" et "Bonheur d'occasion"
Alexandra Lepolt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Jörg Türschmann
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30047.78081.987369-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Gesellschaft Quebecs zwischen 1900 und 1940 und deren Darstellung in den Romanen "Maria Chapdelaine" und "Bonheur d’occasion", beziehungsweise mit der Fragestellung, ob die beiden Werke ein zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wirklichkeitsnahes Bild der Gesellschaft wiedergeben. Um diese Frage beantworten zu können, wurde zunächst ein Überblick über die Geschichte Kanadas und der Provinz Quebec gegeben. Es wurde aber auch auf den Roman in Quebec eingegangen, da sich dieser aufgrund der vorherrschenden Ideologie und des großen Einflusses der katholischen Kirche über lange Zeit nicht entwickeln konnte und ein Bild von Quebec und seiner Bevölkerung wiedergab, das längst nicht mehr der Realtität entsprach. Unter Berücksichtigung all dieser historischen Tatsachen muss man letzten Endes sagen, dass das Werk "Maria Chapdelaine" von Louis Hémon eine Gesellschaft beschreibt, die keinesfalls mit der Gesellschaft der damaligen Zeit übereinstimmt. Hémon zeigt das harmonische Leben einer Bauernfamilie auf dem Land und geht überhaupt nicht auf die von der Industrialisierung ausgelösten gravierenden Veränderungen ein. Diese Haltung, nämlich ein idealisiertes Bild von Quebec und seiner Gesellschaft zu vermitteln, wird noch mehr als zwei Jahrzehnte lang beibehalten. Erst in den 1940ern beginnen die Schriftsteller auf die Wirklichkeit in ihren Romanen einzugehen, wobei "Bonheur d’occasion" von Gabrielle Roy eines der ersten Werke ist, das das Leben der städtischen Bevölkerung thematisiert. In ihrem Roman schildert sie die harte Realität, die Tausende von Menschen tatsächlich zu spüren bekamen und erleiden mussten (Arbeitslosigkeit, finanzielle Schwierigkeiten, Armut etc.). Wir sehen also, dass die Zeit zwischen 1900 und 1940 ein auch für die Literatur prägender Abschnitt war. Während Louis Hémon noch über Menschen, die dem Bauernstand verbunden sind, schreibt und die wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen im Land außer Acht lässt, zeigt Gabrielle Roy ein wirklichkeitsnahes, unverblümtes Bild von Quebec, nämlich eines, in dem die von der Wirtschaftskrise geprägte Stadtbevölkerung im Mittelpunkt steht.
Abstract
(Englisch)
The thesis at hand is concerned with the development of Quebec society between the years 1900 and 1940, its representation in the novels "Maria Chapdelaine" and "Bonheur d’occasion" as well as with the question of whether these works give a realistic depiction of contemporary society at the time of publication. In order to respond to this question, an overview of Canada’s history in general and the history of the province of Quebec is given. The novel in Quebec is also addressed, the development of which was restricted over a long time period because of prevalent ideology and strong influence of the Catholic Church. Therefore, it gave a representation of Quebec and its population which no longer corresponded to reality. Taking all these historical facts into consideration, it must be said that the novel "Maria Chapdelaine" by Louis Hémon describes a society which is by no means consistent with the society of that time. Hémon portrays the harmonic life of a farming family in the countryside, while at the same neglecting the serious changes that were brought about by industrialization. This attitude, that is to say, an idealized picture of Quebec and its society, is retained for two more decades. It is not until the 1940s that writers begin to address reality in their novels, "Bonheur d’occasion" by Gabrielle Roy being one of the first works to broach the issue of life of the urban population. In her novel, she gives an account of the tough reality as it was experienced daily by thousands of people who suffered from unemployment, financial problems, poverty, etc. Thus we see that the period of 1900 to 1940 has been a formative episode for literature. While Louis Hémon narrates about people who form part of the rural community and, at the same time, disregards the economic and social revolutions in the country, Gabrielle Roy presents a realistic, unembellished view of Quebec, namely one which centers on the urban population affected by the economic crisis.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Canada Quebec history society novel Maria Chapdelaine Louis Hémon Bonheur d'occasion Gabrielle Roy
Schlagwörter
(Deutsch)
Kanada Quebec Geschichte Gesellschaft Roman Maria Chapdelaine Louis Hémon Bonheur d'occasion Gabrielle Roy
Autor*innen
Alexandra Lepolt
Haupttitel ()
Le développement de la société québécoise entre 1900 et 1940 et sa représentation dans "Maria Chapdelaine" et "Bonheur d'occasion"
Paralleltitel (Deutsch)
Die Darstellung der Gesellschaft Quebecs zwischen 1900 und 1940 und deren Darstellung in "Maria Chapdelaine" und "Bonheur d'occasion"
Paralleltitel (Englisch)
The development of Quebec society between the years 1900 and 1940 and its representation in "Maria Chapdelaine" and "Bonheur d’occasion"
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
IV, 115 S.
Sprache
Beurteiler*in
Jörg Türschmann
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.96 Vergleichende Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC07605187
Utheses ID
3886
Studienkennzahl
UA | 190 | 347 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1