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Arbeitsbezogene Lebensqualität und religiös-spirituelles Befinden von MitarbeiterInnen in österreichischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen
Naida Dzaka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25060.54719.152653-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Theoretischer Hintergrund. Hospiz- und Palliativversorgung gewinnt in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die vorliegende Studie untersuchte die wahrgenommene arbeitsbezogene Lebensqualität und das religiös-spirituelle Befinden von Personen, die hauptamtlich in Hospiz- und Palliativeinrichtungen arbeiten. Zudem wurden mögliche Schutz- und Risikofaktoren diskutiert. Methode. 216 MitarbeiterInnen österreichischer Hospiz- und Palliativeinrichtungen nahmen an einer für vorliegende Studie erstellten Online-Befragung teil. Zur Erhebung der arbeitsbezogenen Lebensqualität, die den positiven Aspekt Compassion Satisfaction (CS) und die negativen Aspekte Burnout (BO) und Secondary Traumatic Stress (STS) beinhaltet, wurde die Professional Quality of Life Scale (ProQOL) verwendet. Religiös-spirituelles Befinden (RSB) als möglicher Schutzfaktor wurde mittels Multidimensionalem Inventar zum religiös-spirituellen Befinden (MI-RSB) erfasst. Die Erhebung soziodemographischer Daten ermöglichte Vergleiche hinsichtlich Alter, Geschlecht, Berufsgruppe, Berufserfahrung und Einrichtungsart. Ergebnisse. Die MitarbeiterInnen hatten, verglichen mit einer Stichprobe von MitarbeiterInnen der Gesundheitsversorgung aus vorliegender Literatur, leicht erhöhte Werte für CS und wiesen ein durchschnittlich hohes Risiko für BO und STS auf. Frauen erfuhren etwas mehr CS und zeigten weniger BO-Symptome als Männer. MitarbeiterInnen mit einem mittleren Ausmaß an Berufserfahrung im Hospiz- und Palliativbereich (5–10 Jahre) waren stärker gefährdet, Symptome von BO zu erleben als MitarbeiterInnen mit einem niedrigeren (< 5 Jahre) oder höheren Ausmaß (> 10 Jahre) an Berufserfahrung. Es bestanden keine berufsgruppen- oder einrichtungs-spezifischen Unterschiede in der arbeitsbezogenen Lebensqualität. Insgesamt gaben die MitarbeiterInnen ein im Vergleich zur österreichischen Normpopulation höheres RSB an, wobei MitarbeiterInnen ab 50 Jahren ein vergleichsweise höheres Ausmaß an RSB berichteten als die jüngste Vergleichsgruppe (22–36 Jahre); dabei wurden keine Geschlechtsunterschiede festgestellt. Hohe RSB-Werte gingen mit einer höheren CS und niedrigeren Risikowerten für BO und STS einher und betonen die Schutzfunktion von Spiritualität/Religiosität in diesem Arbeitsumfeld. Schlussfolgerungen. Die gefundenen Ergebnisse deuten darauf hin, dass MitarbeiterInnen österreichischer Hospiz- und Palliativeinrichtungen ihre arbeitsbezogene Lebensqualität sehr positiv einschätzen, was auf das Vorhandensein adäquater Ressourcen auf psychischer, sozialer spiritueller Ebene zurückzuführen sein könnte.
Abstract
(Englisch)
Background. Hospice and palliative care (HPC) plays a crucial role in providing care for people with life-limiting diseases. The aim of this study was the assessment of perceived professional quality of life, including the positive aspect Compassion Satisfaction (CS) and the negative aspects Burnout (BO) and Secondary Traumatic Stress (STS), as well as the Religious/Spiritual Well-Being (RSWB) of HPC workforce. Underlying factors that promote or limit professional quality of life were discussed. Method. A total of 216 HPC workers in Austria were surveyed, with each completing measures of CS, BO and STS using the Professional Quality of Life Scale (ProQOL) and of RSWB using the Multidimensional Inventory for Religious/Spiritual Well-Being (MI-RSWB). Sociodemographic data was obtained for comparisons regarding age, gender, professional affiliation, work experience and type of institution. Results. Compared with data of health-care workers in the existing literature, results indicate slightly elevated levels of CS and average levels of BO and STS within the HPC workforce. Women experienced more CS and showed lower levels of BO than men. Respondents with 5–10 years of work experience within HPC were at highest risk for BO, compared to respondents with less (< 5) or more (> 10) years of work experience. Professional affiliation and type of institution had no impact on levels of CS, BO and STS. HPC workers experienced higher levels of RSWB when compared with data of an Austrian reference group. Respondents aged above 50 reported higher RSWB compared to respondents aged 22–36. No gender differences were observed in RSWB. A positive correlation between RSWB and CS and negative correlations between RSWB and BO/STS were found, indicating positive impact of spirituality/religiosity on professional quality of life.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
hospice and palliative care professional quality of life compassion satisfaction burnout secondary traumatic stress religious-spiritual well-being
Schlagwörter
(Deutsch)
arbeitsbezogene Lebensqualität Mitgefühlszufriedenheit Burnout sekundärer traumatischer Stress religiös-spirituelles Befinden
Autor*innen
Naida Dzaka
Haupttitel (Deutsch)
Arbeitsbezogene Lebensqualität und religiös-spirituelles Befinden von MitarbeiterInnen in österreichischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
96 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.00 Psychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC13468315
Utheses ID
39469
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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