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Die Untersuchung klinisch-forensisch und kriminologisch relevanter Merkmale einer Population von Vergewaltigern in Österreich
eine empirische Typologie
Laura Elisabeth Freudenthaler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25681.50110.506052-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Innerhalb der Sexualdelinquenten machen Vergewaltiger eine überaus heterogene Tätergruppe aus. Aus diesem Grund ist es schwierig, für jene Behandlung und Strafvollzug adäquat zu gestalten, um sie dabei zu unterstützen nicht rückfällig zu werden. Typologien sind wichtige Klassifikationsschemata, die helfen können, ein klareres Bild von möglichen Subgruppen der Vergewaltiger zu zeichnen. Die vorliegende Studie untersuchte einige für die Begehung einer Sexualstraftat als bedeutsam erachteten klinisch- forensischen sowie kriminologischen Risikofaktoren und deren Fähigkeit, in einer österreichischen Stichprobe von N = 575 verurteilten männlichen Vergewaltigern unterschiedliche Typen zu bilden. Die Datenanalyse basierte auf psychologischen Gutachten der Begutachtungs- und Evaluationsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter (BEST) des Bundesministeriums für Justiz und beinhaltete unter anderem die Variablen Alter beim Erstdelikt, Paraphilien (v.a. sexueller Sadismus), paraphilieverwandte Störungen, Vordelinquenz (gewalttätig, sexuell, andere), Psychopathie, Cluster-B-Persönlichkeitsstörung, Täter-Opfer-Beziehung, Alkoholisierung bei der Tat, Substanzmissbrauch sowie -abhängigkeit. Nach Durchführung einer latenten Klassenanalyse konnten vier unterschiedliche Typen von Vergewaltigern identifiziert werden, wobei sich zwei der gefundenen Typen (Typ 2 und Typ 3) inhaltlich als Subtypen des Typ 1 herausstellten. Als wichtigste Parameter zur Differenzierung galten das Alter beim Erstdelikt, die Ausprägung einer „psychopathy“ nach Hare, das Vorhandensein von Cluster- B- Persönlichkeitsstörungen sowie die Art und Anzahl zuvor begangener Delikte (gewalttätig, sexuell, andere). Die Ergebnisse zeigten außerdem, dass die klinischen Diagnosen einer Paraphilie oder paraphilieverwandten Störung, die Beziehung zum Opfer, Substanzmissbrauch und sadistische Tendenzen keine erheblichen Unterschiede zwischen den Tätergruppen ausmachten. Implikationen und ein Ausblick für zukünftige weiterführende Forschung werden diskutiert.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Risikofaktoren Vergewaltigung Sexualstraftäter Typologie LCA
Autor*innen
Laura Elisabeth Freudenthaler
Haupttitel (Deutsch)
Die Untersuchung klinisch-forensisch und kriminologisch relevanter Merkmale einer Population von Vergewaltigern in Österreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine empirische Typologie
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
66 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC13687950
Utheses ID
40012
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1