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"Juicio y Castigo" - Studie zu performativen Praktiken aktivistischer Gruppierungen als Beitrag zur Erinnerungskultur der argentinischen Militärdiktatur
Heike Maria Jegel
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Interdisziplinärer UL f.Höhere Lateinamerika-Studien
Betreuer*in
Ursula Prutsch
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25408.40640.354864-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die letzte Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) forderte viele Opfer, darunter auch 30.000 desaparecidos. Entführte, gefolterte und schließlich getötete Verschwundene. Während der sogenannten Transitionsphase wurde versucht, die Gewalttaten aufzuzeichnen und in unterschiedlicher Weise wurde mit den Verbrechern umgegangen. Viele der Täter wurden nie oder erst zu spät verurteilt. Die Toten sowie die fehlende oder mangelhafte Rechtsprechung beklagen Menschenrechtsbewegungen und aktivistische Gruppen bis heute. Sie tragen diesen politischen Protest in der Öffentlichkeit aus. Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung befinden sich zwei Gruppierungen, die sind politischen und künstlerischen Aktionen verschrieben haben. Zum einen die Madres de Plaza de Mayo, zum anderen sie Grupo de Arte Callejero. Beide werden auf ihre performativen Aufführungen hin untersucht, wobei sowohl die Unterschiedlichkeiten als auch die Gemeinsamkeiten abschließend gegenübergestellt werden. Werkzeuge der Analyse liefern dabei performancetheoretische Ansätze und Anleihen aus Theorien, die sich mit der Erinnerungskultur auseinandersetzen. Ziel der vorliegenden Analyse ist es, ausgehend vom theoretischen Rüstzeug, die Bedeutung der genannten aktivistischen Gruppen für die argentinische Gesellschaft aufzuzeigen und zu durchleuchten, auf welche Weise sie zur Erinnerungskultur gegenüber der Militärdiktatur beitragen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Argentinien Militärdiktatur Transitional Justice Erinnerungskultur Politische Kunst Performance
Autor*innen
Heike Maria Jegel
Haupttitel (Deutsch)
"Juicio y Castigo" - Studie zu performativen Praktiken aktivistischer Gruppierungen als Beitrag zur Erinnerungskultur der argentinischen Militärdiktatur
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
120 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ursula Prutsch
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.88 Mittelamerika, Südamerika ,
71 Soziologie > 71.50 Kultursoziologie: Allgemeines
AC Nummer
AC14546528
Utheses ID
40358
Studienkennzahl
UA | 992 | 466 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1