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Sicheres Verkehrswegemuster? Eine Untersuchung des Einflusses der Verkehrsnetzgeometrie auf das Verkehrsunfallrisiko am Beispiel der Stadt Wien
Philipp Gintenstorfer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kartographie und Geoinformation
Betreuer*in
Andreas Riedl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.46685
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16478.21426.992058-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Geoinformation erlangte in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung für die Verkehrsunfallforschung. Liegt der Fokus traditionell auf der Identifikation von Verkehrsunfallhotspots, soll im Rahmen dieser Arbeit ein neuer Ansatz verfolgt werden, indem der Einfluss des Verkehrswegemusters auf das Verkehrsunfallrisiko analysiert wird. Die Untersuchung erfolgt am Beispiel der Stadt Wien. Dabei wurde das Untersuchungsgebiet in Rasterzellen unterteilt, und für jede Rasterzelle das Verkehrswegemuster automatisiert mithilfe eines Python-Skripts ermittelt, welches Berechnungen von geometrischen und topologischen Kennzahlen in einem Geoinformationssystem (GIS) steuert. Anhand dieser Kennzahlen wurden die Rasterzellen mittels des multivariaten strukturellen Ansatzes, bestehend aus Faktoren- und Clusteranalyse, in Klassen von Verkehrswegemustern eingeteilt. Das Verkehrsunfallrisiko wurde ebenfalls für jede Rasterzelle berechnet, wobei hierfür die absolute Anzahl an Unfällen mit dem Verkehrsaufkommen und der jeweiligen Verkehrswegelänge relativiert wurde. Der Einfluss des Verkehrswegemusters auf das Verkehrsunfallrisiko wurde schließlich mit einer Varianzanalyse berechnet. Auf diese Weise wurden neben dem allgemeinen Einfluss auch der geschlechter- und verkehrsmittelspezifische Einfluss des Verkehrswegenetzes auf das Verkehrsunfallrisiko bestimmt. So konnte insbesondere gezeigt werden, dass rechtwinkelige Rastermuster für alle Gruppen die gefährlichsten Muster darstellen, während suburbane, hierarchische Muster vergleichsweise sicher sind. Zwar konnten keine geschlechterspezifischen Unterschiede festgestellt werden, allerdings waren die Ergebnisse für die einzelnen Verkehrsmittel durchaus verschieden. Insbesondere für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für den NMIV sind große, unregelmäßige Muster relativ gefährlich, während lockere schiefe Muster für diese Gruppen als vergleichsweise sicher einzustufen sind.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Verkehrswegemuster Straßenmuster GIS Verkehrsunfälle Verkehrsunfallrisiko Unfallrisiko Mustererkennung
Autor*innen
Philipp Gintenstorfer
Haupttitel (Deutsch)
Sicheres Verkehrswegemuster? Eine Untersuchung des Einflusses der Verkehrsnetzgeometrie auf das Verkehrsunfallrisiko am Beispiel der Stadt Wien
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
xi, 140 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Riedl
Klassifikation
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.48 Geoinformationssysteme
AC Nummer
AC13714129
Utheses ID
41321
Studienkennzahl
UA | 066 | 856 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1