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Das Phänomen „Begabung“ in der Lebenswelt Schule aus der Sicht von Grundschullehrkräften und ihr Umgang damit in ihrem Schulalltag
Claudia Urbanek
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Pädagogik
Betreuer*in
Stefan Hopmann
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25121.14839.385465-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Grundsatzerlass zur Begabtenförderung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK 2009) werden jede Schule und jede Lehrkraft dazu verpflichtet die Begabungen der Schüler und Schülerinnen zu fördern. Der Transfer dieser Verordnung in die Schulpraxis steht in direkter Abhängigkeit zu den Begabungskonzepten der agierenden Lehrpersonen. In populären Begabungsmodellen und aktuellen empirischen Studien zu Begabungskonzepten von Lehrkräften sowie im Erlass zur Begabtenförderung bleiben der schulpraktische Alltag und die Denk- und Sichtweisen der handelnden Personen unberücksichtigt. Um den Zusammenhang von Begabungskonzepten und -förderung untersuchen zu können, wird Begabung in dieser Arbeit als Phänomen betrachtet, dessen Wirklichkeit im sozialen Rahmen hergestellt wird. Die Betrachtung von Begabung als subjektive und soziale Konstruktion ist für den Bereich der Begabungsforschung eine durchaus ungewöhnliche Perspektive und Denkrichtung, da sie Begabung ähnlich einem naturwissenschaftlichen Thema objektivieren und vermessen möchte. In narrativ-orientierten Interviews werden fünf Grundschullehrkräfte zu ihrem Erleben von Begabungen und den Umgang mit Schülern und Schülerinnen, die sie als begabt bezeichnen, befragt. Auf Basis dieser Erzählungen werden ihre Begabungskonzepte rekonstruiert. Die Begabungskonzepte sind entsprechend der Lebenswelt-Theorie von SCHÜTZ (2010) in den Relevanzstrukturen zu finden und über die Erzählungen zum Umgang mit Begabungen rekonstruierbar, da hierin implizit mitschwingt, welche Bedeutung die Befragten dem Erlebten beimessen und was sie unter Begabung verstehen. Mithilfe der Interpretativen Phänomenologischen Analyse (SMITH, FLOWERS & LARKIN 2009) konnten fünf gemeinsame Kernziele der befragten Grundschullehrkräfte identifiziert werden. Die Ziele, die den Weg zur Umsetzung dieser Ziele markieren, divergieren allerdings und verdeutlichen die Widersprüche und Handlungsdilemmata, die die Lehrkräfte im Schulalltag zu bewältigen haben.
Abstract
(Englisch)
In 2009, the Austrian Federal Ministry for Education, the Arts and Culture passed an enactment to promote giftedness or gifted pupils, which should be the task of every single school and teacher (BMUKK 2009). How this enactment is applied by teachers in daily school life depends directly on their conceptions of giftedness. Yet popular models of giftedness, current empirical studies on conceptions of giftedness as well as the aforementioned enactment disregard what teachers think or how teachers and pupils interact. To be able to examine how conceptions of giftedness and the promotion of gifted pupils are related, this thesis sees giftedness as both individually and socially constructed. This is rather an unusual perspective because researchers in the field of giftedness usually choose an empirical-analytical approach. Five primary school teachers are interviewed to have insight in their lived experience and their exposure to giftedness or pupils they call gifted. Based on these narrations their concepts of giftedness are reconstructed. According to the life-word theory of SCHÜTZ (2010), conceptions of giftedness can be found within the structures of relevance. They can be reconstructed with the help of the teachers’ narrations about their exposure to giftedness. Implicitly the interviewees ascribe relevance to their lived experience. Furthermore their narrations implicate what they mean by giftedness. Using the Interpretative Phenomenological Analysis (SMITH, FLOWERS & LARKIN 2009) five superordinate aims shared by all interviewed primary school teachers are identified. However, the ways these aims are put into practice differ and reveal the contradictions and dilemmas teachers have to face in their daily school life.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Conceptions of giftedness primary school teachers
Schlagwörter
(Deutsch)
Begabung Begabungskonzepte Vorstellungen Einstellungen Stereotypien Grundschullehrkräfte Lehrer Schule Alltag Lebenswelt Umgang Begabungsförderung Relevanzstrukturen Ziele
Autor*innen
Claudia Urbanek
Haupttitel (Deutsch)
Das Phänomen „Begabung“ in der Lebenswelt Schule aus der Sicht von Grundschullehrkräften und ihr Umgang damit in ihrem Schulalltag
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
164 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Stefan Hopmann ,
Tamara Katschnig
Klassifikationen
80 Pädagogik > 80.36 Erziehung und Gesellschaft ,
80 Pädagogik > 80.83 Erziehung in Erziehungseinrichtungen ,
81 Bildungswesen > 81.31 Lehrpersonal, Erziehungspersonal ,
81 Bildungswesen > 81.58 Begabtenförderung ,
81 Bildungswesen > 81.60 Unterrichtsprozess: Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.72 Schulische Erziehung ,
81 Bildungswesen > 81.74 Grundschule, Primarstufe
AC Nummer
AC13735011
Utheses ID
41731
Studienkennzahl
UA | 092 | 297 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1