Detailansicht

Zusammenhang des Ernährungsstatus und der Aufenthaltsdauer im Krankenhaus bei Schädel-Hirn- Trauma Patienten
Sarah Würth
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15822.79464.666262-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zielsetzung: Das Ziel dieser Studie war festzustellen, ob es Veränderungen in der Körperzusammensetzung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT) gibt und mögliche Korrelationen zwischen verschiedene Parametern zu finden, um Rückschlüsse auf den Ernährungsstatus zu ziehen. Studiendesign: An dieser prospektiven, nicht-interventionellen Kohortenstudie nahmen 28 Probanden mit Schädel-Hirn-Trauma teil. Die bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) wurde zweimal die Woche durchgeführt. Ergebnisse: Die Probanden wurden nach ihrem Aufenthalt auf der Intensiv- oder Normalstation aufgeteilt. Bei Probanden auf der Intensivstation nahm die Körperzellmasse (BCM) zwischen Aufnahme (U1: 30,92 kg ± 4,8) und Entlassung (U3: 25,54 kg ± 5,5) ab (p=0,000). Bei Probanden auf der Normalstation blieb die Körperzellmasse konstant bei ca. 26,9 kg. Der Phasenwinkel (PA) nahm bei Probanden auf der Intensivstation zwischen U1 (5,93° ± 1,0) und U3 (4,94° ± 1,1) ab (p=0,003). Bei Probanden auf der Normalstation blieb der Phasenwinkel zwischen U1 (5,93° ± 1,9) und U3 (5,66° ± 1,8) auf einem ähnlichen Niveau. Bei Probanden auf der Intensivstation stieg das Serumalbumin zwischen U1 (2,94 g/dl ± 0,5) und U3 (3,31 g/dl ± 0,6) an (p=0,023). Auch das Gesamteiweiß stieg zwischen U1 (5,88 g/dl ± 0,6) und U3 (6,64 g/dl ± 0,700) an (p=0,000). Bei Probanden auf der Normalstation gab es keine Veränderungen im Hinblick auf das Serumalbumin (U1: 3,67 g/dl ± 0,4;; U3: 3,77 g/dl ± 0,5) und das Gesamteiweiß (U1: 6,86 g/dl ± 0,5;; U3: 6,71 g/dl ± 0,4). Eine inverse Korrelation (r=-0,385, p=0,047) besteht zwischen der Aufenthaltsdauer und der Glasgow Coma Scale (GCS). Des Weiteren besteht eine positive Korrelation (r=0,480, p=0,044) zwischen der Aufenthaltsdauer und dem Injury Severity Score (ISS). Schlussfolgerung: BIA-Messungen können angewendet werden, um Veränderungen in der Körperzusammensetzung bei Schädel-Hirn-Trauma Patienten festzustellen. Die Veränderungen in der Körperzusammensetzung sind bei Probanden mit schweren Schädel-Hirn-Traumata stärker ausgeprägt, da diese einen erhöhten Energiebedarf aufweisen und sich dadurch der Eiweißstoffwechsel verändert. Obwohl der Krankenhausaufenthalt vor allem von der Schwere der Verletzung abhängt, könnte eine Überwachung der BIA- Parameter und des Ernährungsstatus, in Verbindung mit einer entsprechenden Intervention bei Verschlechterung, den Krankenhausaufenthalt verkürzen.
Abstract
(Englisch)
Objective: The aim of this study was to monitor changes in the body composition in patients with traumatic brain injury (TBI) and find possible correlations between various parameters in order to draw conclusions on the nutritional status. Design/ Methods: The study design is a prospective, non-interventional cohort study in which 28 patients with traumatic brain injury were included. The bioelectrical impedance analysis (BIA) was performed twice a week. Results: Patients were divided on the basis of their stay on the intensive care unit (ICU) or normal ward (NW). ICU-Patients had a decrease (p=0,000) in body cell mass (BCM) between admission to hospital (U1: 30,92 kg ± 4,768) and discharge from hospital (U3: 25,54 kg ± 5,520). NW-Patients had a constant BCM with approx. 26,9 kg. ICU-Patients showed a decrease (p=0,003) in phase angle (PA) between U1 (5,93° ± 1,006) and U3 (4,94° ± 1,081). PA in NW-Patients stayed almost the same between U1 (5,93° ± 1,907) and U3 (5,66° ± 1,840). ICU- Patients had an increase (p=0,023) in serum albumin between U1 (2,94 g/dl ± 0,468) and U3 (3,31 g/dl ± 0,586) and an increase (p=0,000) in plasma total protein between U1 (5,88 g/dl ± 0,634) and U3 (6,64 g/dl ± 0,700). No changes were found in NW-Patients regarding serum albumin (U1: 3,67 g/dl ± 0,408;; U3: 3,77 g/dl ± 0,522) and plasma total protein (U1: 6,86 g/dl ± 0,500;; U3: 6,71 g/dl ± 0,398). A negative correlation (r=-0,385, p=0,047) was observed between hospitalisation and Glasgow Coma Scale (GCS) and a positive correlation (r=0,480, p=0,044) between hospitalisation and Injury Severity Score (ISS). Conclusion: BIA can be used to monitor changes in body composition in patients with traumatic brain injury. There are greater changes in body composition in patients with a severe TBI due to a higher metabolic rate and changes in protein metabolism. Although hospitalisation depends on the severity of the injury, the monitoring of BIA-parameters and the nutritional status combined with an intervention for a potential deterioration could shorten the hospital stay.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ernährungsstatus Schädel-Hirn-Trauma Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)
Autor*innen
Sarah Würth
Haupttitel (Deutsch)
Zusammenhang des Ernährungsstatus und der Aufenthaltsdauer im Krankenhaus bei Schädel-Hirn- Trauma Patienten
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
VIII, 83 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC13791041
Utheses ID
42487
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1