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Collective managment of copyright between competition, regulation and monopolism
a comparison of European and U.S. approaches to collective management organizations
Martin Miernicki
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Siegfried Fina
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15821.19572.509577-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die kollektive Verwaltung von Urheberrechten nimmt traditionell eine zentrale Rolle bei der Verwertung von Ausschließungsrechten ein. Dennoch war das Umfeld von Verwertungsgesellschaften in den letzten Jahren von tiefgreifenden Veränderungen geprägt, welche die bis heute umstrittene Frage aufwerfen, ob die Regulierung dieser Gesellschaften eher einen Weg nationaler Monopole oder freien Wettbewerbs beschreiten soll. Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zu dieser Diskussion und beschäftigt sich mit der kollektiven Verwaltung von Urheberrechten und deren Regulierung nach dem Recht der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten. In diesem Rahmen wird die rechtliche Stellung von Verwertungsgesellschaften betreffend ihrer Beziehungen zu Rechteinhabern, Nutzern und Schwesterorganisationen untersucht, wobei besonderer Fokus auf dem Kartellrecht und den spezifisch-wahrnehmungsrechtlichen Normen liegt. Die Arbeit ist dabei als vergleichende Untersuchung konzipiert, welche konkreten Rechtsfragen definiert und die Antworten der beiden Rechtsordnungen gegenüberstellt. Dadurch deckt die Arbeit grundlegende Unterschiede in der rechtlichen Herangehensweise an Verwertungsgesellschaften auf; in weiterer Folge wird darauf hingewiesen, dass sich diese Unterschiede auf historische Entwicklungen, Marktstrukturen, materielles Recht und, bis zu einem gewissen Grad, ideologische Überzeugungen gründen. Außerdem werden große Ähnlichkeiten zum Gebiet der gesetzlichen Lizenzen ausgemacht, was kohärente Lösungsansätze erfordert. Die Arbeit folgert, dass sowohl Monopolismus als auch Wettbewerb gangbare Ansätze zur kollektiven Verwaltung von Urheberrechten sind, vorausgesetzt, dass diese vor dem richtigen Hintergrund angewendet und von geeigneter Regulierung begleitet werden. Die Entscheidung, welcher Ansatz gewählt und bis zu welchem Grad dieser verfolgt wird, ist im Grunde eine Aufgabe, die dem Gesetzgeber vorzubehalten ist; in diesem Zusammenhang müssen die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten, materielles Urheber- und Verfassungsrecht sowie kulturelle Belange berücksichtigt werden.
Abstract
(Englisch)
Collective management of copyrights has traditionally occupied a fundamental role in the exploitation of exclusive rights. Yet, the environment for collective management organizations (CMOs) has been subject to profound changes in recent years; the question how regulation should respond to these changes remains controversial, and the answers oscillate between national monopolies for CMOs and free competition among these organizations. In order to contribute to this discussion, the present doctoral thesis deals with the collective management of copyrights and its regulation under the law of the European Union and the United States. For this purpose, the legal status of CMOs is analyzed with regard to their relations to right holders, users, and sister organizations; a particular focus is put on antitrust law and sector-specific regulation. The thesis is conceived as a comparative study and defines concrete legal questions and juxtaposes the answers given by the two jurisdictions. In this way, the research discloses fundamental differences in the legal approaches to CMOs and highlights that these differences are rooted in historical developments, market structures, underlying substantive laws as well as, to a certain extent, in ideological conceptions. Moreover, it argues that statutory licensing poses a very similar problem and that a coherent solution is desirable. The thesis concludes that both competition and monopolism are valid approaches to the collective management of copyrights if applied under the right circumstances and accompanied by appropriate regulation. The decision which and to what extent one of these approaches should be followed is essentially a legislative task that should keep in mind the different involved interests, substantive copyright and constitutional laws as well as cultural policy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Copyright Law Collective Management Organizations Collective Management Directive 2014/26/EU Consent Decrees U.S. Copyright Law Antitrust Law Licensing Rights to remuneration
Schlagwörter
(Deutsch)
Urheberrecht Verwertungsgesellschaften Kollektive Verwertung Richtlinie 2014/26/EU Consent Decrees Urheberrecht der Vereinigten Staaten Kartellrecht Lizenzierung gesetzliche Vergütungsansprüche
Autor*innen
Martin Miernicki
Haupttitel (Englisch)
Collective managment of copyright between competition, regulation and monopolism
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparison of European and U.S. approaches to collective management organizations
Paralleltitel (Deutsch)
Die kollektive Verwaltung von Urheberrechten zwischen Wettbewerb, Regulierung und Monopolismus
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
xvi, 314 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Friedrich Rüffler ,
Arthur Weilinger
Klassifikationen
86 Recht > 86.28 Gewerblicher Rechtsschutz, Verlagsrecht ,
86 Recht > 86.29 Wettbewerbsrecht, Kartellrecht ,
86 Recht > 86.86 Europarecht: Allgemeines
AC Nummer
AC15068660
Utheses ID
43101
Studienkennzahl
UA | 783 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1