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Spoiler-Probleme bei der Friedenskonsolidierung in Bosnien und Herzegowina
Rene Toth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Walter Manoschek
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29120.27293.164860-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Verhalten individueller Akteure, sogenannter spoiler, im Prozess der Friedenskonsolidierung in Post-Konflikt-Gesellschaften. Lange Zeit in der Friedens- und Konfliktforschung ein vernachlässigtes Forschungsfeld, versuchte Stephen Stedman als erster, sich systematisch mit diesem Problemfeld auseinanderzusetzen. Dessen, als Anstoß für weitere Forschungen angedachte Konzept der spoiler, wird in einem ersten Schritt auf der Basis einer theoretischen Diskussion zu ethnopolitischen Konflikten und deren Besonderheiten bzw. einer kritischen Betrachtung der Strategien des Konfliktmanagements internationaler Akteure, dargestellt und in einigen Bereichen erweitert. In einem zweiten Schritt wird versucht, dieses auf das Fallbeispiel Bosnien und Herzegowina anzuwenden und so das Verhalten der ethnonationalistischen Parteien SDA, SDS und HDZ, im Prozess der Friedenskonsolidierung zu analysieren. Dabei zeigt sich, dass ein formales Ende des Krieges noch lange kein Ende des dem Krieg zugrunde liegenden Konfliktes bedeuten muss. Vielmehr belegt der hier diskutierte Fall die Annahme, dass bestimmte Akteure auch in der Phase der Friedenskonsolidierung versuchen werden, ihre eigenen Ziele, auf der Basis der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und des Umfelds in dem sie agieren, weiterzuverfolgen, auch wenn sie diesen Prozess damit als Ganzes gefährden. Eine kritische Betrachtung des internationalen Engagements in Bosnien und Herzegowina zeigt allerdings auch, dass effektive Strategien des spoiler-Managements fehlen.
Abstract
(Englisch)
This paper deals with the influence of individual actors, so-called spoilers, on peacebuilding in post-conflict societies. Long time a neglected field of research in social sciences, Stephen Stedman was the first one, who tried to fill this gap in a systematic way. On the basis of a theoretical discussion on ethnopolitical conflicts and a critical examination of strategies of international conflict management, his concept of spoilers is in a first step described and in certain areas revised. In a second step this theoretical framework is applied to analyse the behaviour of the ethno-nationalist parties SDA, SDS and HDZ in the process of post-conflict peacebuilding in Bosnia and Herzegovina. This case shows that the formal end of a war through a negotiated settlement does not necessarily mean an end of the conflict, which led to war in the first place. In fact, the case discussed in this thesis shows that certain actors will try to fulfil their own goals during the phase of peacebuilding on the basis of their capabilities and the opportunity structure they find in their specific context, even though they risk to derail this process as a whole. A critical view on the engagement of international actors in Bosnia and Herzegovina shows furthermore, that effective strategies of spoiler-management are missing.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
ethnopolitical conflict peacebuilding spoiler Bosnia and Herzegovina
Schlagwörter
(Deutsch)
ethnopolitischer Konflikt Friedenskonsolidierung Spoiler Bosnien und Herzegowina
Autor*innen
Rene Toth
Haupttitel (Deutsch)
Spoiler-Probleme bei der Friedenskonsolidierung in Bosnien und Herzegowina
Paralleltitel (Englisch)
Spoiler-problems and peacebuilding in Bosnia and Herzegovina
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
VIII, 222 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Manoschek
Klassifikation
89 Politologie > 89.76 Friedensforschung, Konfliktforschung
AC Nummer
AC07684206
Utheses ID
4375
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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