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Towards a Global Partnership?
Analyse der Machtkonstellation im entwicklungspolitischen Diskurs anhand der Berichterstattung zu den Agenden 2030 und 2063 in der deutschen und südafrikanischen Presselandschaft
Sarah Bertemes
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geographie
Betreuer*in
Patrick Sakdapolrak
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15834.24315.845071-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Machtkonstellation im entwicklungspolitischen Diskurs anhand der Berichterstattung zu den entwicklungspolitisch bedeutsamen Agenden 2030 der Vereinten Nationen sowie 2063 der Afrikanischen Union. Ziel ist es, anhand einer kritischen Diskursanalyse nach Fairclough an ausgewählten Zeitungsartikeln aus der deutschen und südafrikanischen Presse Aussagen über die Gestaltung der Machtbeziehungen zwischen dem globalen Norden und globalen Süden treffen zu können. In einem ersten theoretischen Teil wird zunächst auf den Begriff von ‚Entwicklung’ sowie die endogenen und exogenen Entwicklungstheorien eingegangen. Ziel dieses Teils ist es, die Prägung des bisherigen entwicklungspolitischen Diskurses durch westliche Hegemonie aufzuzeigen. Abschließend an dieses Kapitel werden die beiden eingangs erwähnten Agenden näher erläutert sowie ihre Ansprüche, ebendiese Hegemonie zu durchbrechen, aufgezeigt. Der methodische Teil beschäftigt sich mit der für diese Arbeit gewählten wissenschaftlichen Methode der kritischen Diskursanalyse, welche im wesentlichen ein Verfahren zur Analyse von Sprache hinsichtlich von Hegemonien und Machtbeziehungen bildet. Grundlegend hierfür sind die Studien Michel Foucaults zu Diskursen und Macht. Ein wichtiger Punkt, welcher in diesem Kapitel behandelt wird, ist die besondere Rolle von Medien - als Arbeitsgrundlage in dieser Arbeit - im Gefüge zwischen Diskursen und Macht. Im empirischen Teil wird die kritische Diskursanalyse an zehn ausgewählten Zeitungsartikeln angewendet, wobei der genaue Vorgang zur Auswahl zu Beginn dieses Kapitels beschrieben wird. Durch die Analyse hat sich herausgestellt, dass es große Differenzen in der deutschen und südafrikanischen entwicklungspolitischen Berichterstattung gibt. Obwohl die deutsche bürgerlich/konservative Berichterstattung um ein Betonen von Partnerschaft und Augenhöhe bemüht scheint, konnten durch die Analyse dennoch eine Persistenz klassischer Machtbeziehungen und Denkmuster aufgezeigt werden. Ebendiese Haltung wird in der deutschen linksgerichteten Presse kritisiert, womit sich eine Spaltung in der deutschen Berichterstattung ergibt. Deutlich einheitlicher zeigte sich hingegen die südafrikanische Berichterstattung, in welcher es eine nahezu übereinstimmende Kritik gegenüber der hegemonialen Haltung des Westens sowie der marginalen Stellung Afrikas gibt und der Wunsch nach einer afrikanischen Emanzipation auf internationaler Ebene sehr deutlich wird. Aufgrund der Analyse muss angezweifelt werden, dass ein durch die beiden Agenden angestrebter Trend ‚towards a global partnership’ bereits erfolgt ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Agenda 2030 Agenda 2063 kritische Diskursanalyse entwicklungspolitischer Diskurs
Autor*innen
Sarah Bertemes
Haupttitel (Deutsch)
Towards a Global Partnership?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse der Machtkonstellation im entwicklungspolitischen Diskurs anhand der Berichterstattung zu den Agenden 2030 und 2063 in der deutschen und südafrikanischen Presselandschaft
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
VI, 98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Patrick Sakdapolrak
Klassifikation
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.10 Politische Geographie
AC Nummer
AC14509353
Utheses ID
44407
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
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