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Das Volkskundemuseum in Wien in Zeiten politischer Umbrüche
zu den Handlungsweisen einer Institution und zur Funktion ihrer Dinge
Birgit Johler
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Volkskunde
Betreuer*in
Brigitta Schmidt-Lauber
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16409.61717.669770-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Österreichische Museum für Volkskunde in Wien in den Jahren 1930 bis 1945 steht im Zentrum der Dissertation. Aus ethnografisch-kulturanalytischer und museumswissenschaftlicher Sicht und auf Basis eines umfassenden Quellenbestandes beschäftigt sich die Arbeit mit den musealen wie wissenschaftlichen Positionierungen und den institutionellen Entwicklungen des Volkskundemuseums im Kontext politischer Perioden und historischer Brüche. Dabei rücken insbesondere Objekte bzw. Sammlungen des Volkskundemuseums in den Blick: Über die Praxis des Sammelns, (Neu)Bearbeitens, Zeigens oder auch Nicht-Zeigens von Dingen können Orientierungen, Traditionen, Kontinuitäten, Transformationen und Brüche in der inhaltlichen Ausrichtung eines Museums bzw. in der musealen Praxis der MuseumsakteurInnen sichtbar gemacht werden, können die Wissenschaftsauffassungen der handelnden Personen, deren Werthaltungen und Ideologien, aber auch Netzwerke und Strategien im Kontext des Politischen erschlossen werden. Mit dem Verständnis des Museums als „expositorischen Akteur“ (Mieke Bal), als ein kulturelles „Reservat“ an Subjekten und Objekten, Handlungen und Deutungen, mit der Analyse seiner Situierung im (urbanen) Raum und im Spannungsverhältnis von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik möchte die Untersuchung damit zeigen, welche Objekte wann bzw. unter welchen Bedingungen zu „Leitobjekten“ des Museums wurden, wie welches (volkskundliches) Wissen über sie hergestellt und auch vermittelt wurde, schließlich wer an der Herstellung/der Distribution dieses Wissens beteiligt war. Mit diesem vielschichtigen Blick auf die Dinge, die MuseumsakteurInnen und die Institution treten auch Zusammenhänge und Dynamiken im Wiener kulturpolitischen Feld jener Jahre wie im Fach zu Tage. Die Perspektive wird zudem geweitet, das Museum ist auch als Ort grenzüberschreitender Austausch- und Transferprozesse zu begreifen: Die vorliegende Museumsanalyse folgt bislang vernachlässigten, jedoch für das Museum und seine Geschichte relevanten transnationalen Perspektiven in der Zeit des Nationalsozialismus.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Volkskundemuseum Wissenschaftsgeschichte Zwischenkriegszeit Nationalsozialismus Museumsforschung Kulturanalyse Institutionengeschichte
Autor*innen
Birgit Johler
Haupttitel (Deutsch)
Das Volkskundemuseum in Wien in Zeiten politischer Umbrüche
Hauptuntertitel (Deutsch)
zu den Handlungsweisen einer Institution und zur Funktion ihrer Dinge
Paralleltitel (Englisch)
The Vienna Volkskundemuseum in times of political upheaval : institutional practices and the function of things
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
247 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Brigitta Schmidt-Lauber ,
Bernhard Tschofen
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.15 Wissenschaftspolitik, Kulturpolitik ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.30 Museumskunde ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
73 Ethnologie > 73.05 Ethnologische Museen ,
73 Ethnologie > 73.80 Volkskunde: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.81 Geschichte, Theorie und Methoden der Volkskunde ,
73 Ethnologie > 73.85 Materielle Kultur: Allgemeines
AC Nummer
AC15016062
Utheses ID
45228
Studienkennzahl
UA | 092 | 308 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1