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Religion in neo-Victorian novels - exploring contemporary issues in the nineteenth century
Annika Thür
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Chemie UF Englisch
Betreuer*in
Sylvia Mieszkowski
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17733.30830.186161-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In meiner Diplomarbeit befasse ich mich mit dem Thema Religion den neu-viktorianischen Romanen Remarkable Creatures (2009) von Tracy Chevalier, The Crimson Petal and the White (2002) von Michel Faber und The Signature of All Things (2013) von Elizabeth Gilbert. Basierend auf der Annahme, dass sich das neu-viktorianische Genre nicht nur mit der Vergangenheit, sondern immer auch mit der Gegenwart befasst, argumentiere ich, dass kontemporäre Thematiken, wie etwa die Suche nach Religion, in einem viktorianischen Kontext erforscht werden können. Religion erlebt aktuell eine Wiedergeburt, die dadurch verursacht wird, dass viele Menschen in einer Welt, die von Vernunft und Wissenschaft dominiert wird, auf der Suche nach Sinn in ihrem Dasein sind. Daher beschäftigen sich die analysierten Texte mit der Frage, ob und wie es in der heutigen Zeit möglich ist eine religiöse Identität zu erlangen. In meiner Analyse befasse ich mich unter Einbezug von Leon Festingers Theorie der kognitiven Dissonanz mit den viktorianischen Konflikten zwischen Religion und Wissenschaft, die zur scheinbaren Unvereinbarkeit der beiden Diskurse geführt haben. Die analysierten Texte zeigen jedoch, dass Individuen auch heutzutage noch religiös sein können ohne ihren Glauben an die Wissenschaft aufzugeben. Ich verwende Michael Berzonskys Klassifizierung verschiedener Identitätsstile um zu zeigen, dass bestimmte Identitätsmerkmale, wie etwa Offenheit und eine kritische Einstellung gegenüber neuen Entwicklungen und Informationen, notwendig sind um Konflikte zwischen Religion und Wissenschaft aufzulösen. Die Romane betonen des Weiteren, dass religiöse Identität nicht nur von Individuen, sondern auch von der Gesellschaft bestimmt wird, indem sie auf negative soziale Konsequenzen, die eine Nicht-Übereinstimmung mit kulturellen Normen nach sich ziehen kann, hinweisen. Außerdem analysiere ich wie Religion und Wahnsinn nach modernen psychologischen Kriterien voneinander unterschieden werden können, da die Romane aufzeigen, dass intensive Religiosität als Wahnsinn erscheinen kann. Insgesamt bekräftigen alle drei analysierten Texte, dass es trotz der scheinbaren Gegensätzlichkeit von Religion und Wissenschaft möglich ist eine religiöse Identität zu etablieren, sofern Individuen über bestimmte Identitätsmerkmale verfügen und soziale Einflüsse nicht außer Acht lassen. Außerdem zeigen sie, dass die Gefahr aufgrund von religiösen Ansichten für wahnsinnig befunden zu werden nur gering ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Religion neu-viktorianische Romane Wissenschaft Identität Wahnsinn
Autor*innen
Annika Thür
Haupttitel (Englisch)
Religion in neo-Victorian novels - exploring contemporary issues in the nineteenth century
Paralleltitel (Deutsch)
Religion in neu-viktorianischen Romanen : Erforschung kontemporärer Thematiken im neunzehnten Jahrhundert
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
87 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sylvia Mieszkowski
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.05 Englische Literatur
AC Nummer
AC15102621
Utheses ID
45498
Studienkennzahl
UA | 190 | 423 | 344 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1