Detailansicht

Körper- und Schmerzerleben traumatisierter Folter- und Kriegsüberlebender im Bewegungsprogramm Movi Kune
Christina Kößldorfer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Bewegung und Sport
Betreuer*in
Clemens Ley
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17736.82160.703668-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit untersucht das Körper- und Schmerzerleben von Folter- und Kriegsüberlebenden anhand von einer Fallstudie. Zu diesem Zweck wurden aus der Gruppe der Teilnehmerinnen des Bewegungsprogrammes Movi Kune – gemeinsam bewegen, welches in Zusammenarbeit zwischen dem Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende Hemayat und des Arbeitsbereichs Sportpsychologie der Universität Wien entstand, zwei Frauen ausgewählt und im Hinblick auf das Forschungsziel analysiert. Im Rahmen des Projekts nahm eine Gruppe von Frauen zwischen Oktober 2017 und Februar 2018 an Bewegungseinheiten teil, die von vier Studentinnen aus den Studienrichtungen Sportwissenschaft und Psychologie gemeinsam mit einer Kunsttherapeutin betreut wurden. Während dieser Einheiten wurden die Beobachtungen in Forschungstagebüchern festgehalten, welche für die Analyse als Datengrundlage dienten. Zudem wurden Interviews mit den beiden Frauen sowie deren Psychotherapeutinnen geführt, welche mit bereits vorhandenen Daten wie den Erst- und Nachgesprächen der Frauen die Informationen aus den Forschungstagebüchern ergänzt haben. Zur Analyse wurde das Software-Programm Atlas.ti verwendet. Dabei haben sich sechs Kategorien herauskristallisiert: Körperkontakt, Körperliche Effizienz, Anstrengung, Präsenz/Absenz von Schmerz, Schmerzartikulation und Veränderungen in Bezug auf Schmerzen. Für diese Diplomarbeit wurden die Kategorien, welche mittels einer induktiven Methode aus den Daten entwickelt wurden, für die beiden Frauen separat beschrieben und deren Inhalte in einem weiteren Schritt miteinander verglichen. Es konnte festgestellt werden, dass die grundlegenden Konzepte des Körper- und Schmerzerlebens bei beiden Frauen gleich waren, sich in deren Ausprägung jedoch Unterschiede gezeigt haben. Daher kann für das Bewegungsprogramm Movi Kune – gemeinsam bewegen der Schluss gezogen werden, dass eine breite Variation der angebotenen Aktivitäten sinnvoll ist, um möglichst viele Teilnehmerinnen im Bereich des Körper- und Schmerzerlebens anzusprechen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Körpererleben Schmerzerleben Trauma PTBS Movi Kune
Autor*innen
Christina Kößldorfer
Haupttitel (Deutsch)
Körper- und Schmerzerleben traumatisierter Folter- und Kriegsüberlebender im Bewegungsprogramm Movi Kune
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
94 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Clemens Ley
Klassifikation
76 Sport, Freizeit, Erholung > 76.11 Sportsoziologie, Sportpsychologie
AC Nummer
AC15040311
Utheses ID
45559
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 482 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1