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Ökonomische Entwicklungen im Burgenland seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Zwischenkriegszeit und die jüdische Minderheit
Katharina Kurz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23871.42703.413669-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich auf Grundlage von Literaturanalysen und Gesetzestexten mit der ökonomischen Entwicklung im Burgenland in der Zeit ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Zwischenkriegszeit. Vor dem Hintergrund einer Auseinandersetzung mit geschichtlichen und politischen Ereignissen und Rahmenbedingungen dieses Zeitraumes wird der Frage nachgegangen, welche ökonomischen Änderungen sich infolge der Angliederung des Burgenlandes an Österreich ergaben, und welche Faktoren ausschlaggebend für die wirtschaftliche Stagnation im Burgenland waren. Außerdem werden Unterschiede, Kooperationen und Konflikte zwischen jüdischen und nicht – jüdischen Unternehmern in der Wirtschaft herausgearbeitet. Das Gebiet Deutsch -Westungarns lässt sich während des gesamten untersuchten Zeitraumes zweifelslos als agrarisch dominierte Region beschreiben. Trotz dieser Tatsache konnten sich Ende des 19. Jahrhunderts in diesem Gebiet auch die Bereiche Industrie, Gewerbe und Handel etablieren. Besonders ab dem Jahr 1867 kam es verstärkt zu Industrie- und Betriebsgründungen im nördlichen Teil Deutsch – Westungarns. Mehrere profitable Faktoren, wie wirtschaftspolitische Fördermaßnahmen, lokale Rohstoffvorkommen, günstige Verkehrsverhältnisse, vorhandenes Arbeitskräftepotential etc., waren für die Ansiedelung ausschlaggebend. Als Folge des Ersten Weltkrieges und der Pariser Friedensverträge verlor das Burgenland aufgrund einer ungünstigen Grenzziehung neben wichtigen Verkehrszentren auch wirtschaftlich attraktive Handelszentren, wie beispielsweise Sopron. Die Zwischenkriegszeit war geprägt von massiver Umstrukturierung und Neuorientierung in Verkehr und Wirtschaft. Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise bekam das erst im Aufbau befindliche, strukturschwache Bundesland immens zu spüren. Das Zusammenspiel mehrerer Aspekte, wie die allgemeinen Schwierigkeiten Österreichs, geprägt durch Nachkriegswehen und der Depression der dreißiger Jahre, nicht vorhandene strukturelle Voraussetzungen sowie der Verlust bedeutender Wirtschaftszentren, wirkten sich hinderlich für die Entwicklung der burgenländischen Wirtschaft aus.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Deutsch - Westungarn Wirtschaft Angliederung des Burgenlandes jüdische Bevölkerung
Autor*innen
Katharina Kurz
Haupttitel (Deutsch)
Ökonomische Entwicklungen im Burgenland seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Zwischenkriegszeit und die jüdische Minderheit
Paralleltitel (Englisch)
Economic developments in Burgenland since the middle of the 19th century until the interwar period and the Jewish minority
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
126 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
15 Geschichte > 15.96 Geschichte des jüdischen Volkes außerhalb des Staates Israel
AC Nummer
AC15056148
Utheses ID
45985
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
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