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Das Globale Produktionsnetzwerk der Bananen und die Geschichte des Bananenhandels in Österreich
Michaela Wareyka
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Bertrand Michael Buchmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52647
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12489.58108.686868-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich der Bananenhandel in Österreich - eingebettet in die globalen Entwicklungen seit dem internationalen Exportbeginn der Frucht Ende des 19. Jahrhunderts - entwickelt hat, und welche Akteure und Faktoren diese Entwicklungen beeinflussten. In weiterer Folge wird dabei auch der sozial nachhaltige Bananenhandel in Österreich betrachtet. Dabei werden zuerst die bestehenden Missstände in der Bananenproduktion aufgezeigt und abschließend wird auf die bestehenden Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in diesem Bereich eingegangen – mit einem Fokus auf das Engagement beteiligter österreichischer Akteure. Theoretischen Rahmen bildet das aus der Wirtschaftsgeographie stammende Konzept der Globalen Produktionsnetzwerke, welches die Analysekategorien Macht, Wert und Einbettung als Indikatoren für die Handlungsspielräume der beteiligten Akteure (Produzenten, Handel, KonsumentInnen) anbietet und so auch historische Veränderungen nachvollziehbar macht. Methodisch handelt es sich um eine Literaturarbeit, im historischen Bereich bilden die Außenhandelsstatistiken des Archivs der Statistik Austria sowie das digitale Zeitungs- und Zeitschriftenarchiv ANNO der Österreichischen Nationalbank zusätzliche Informationsquellen. Globale Verbreitung findet die Banane erst durch die Erfindung der Kühlschifffahrt. Rasch dominieren einige stark integrierte Konzerne den weltweiten Handel mit der Frucht. In Österreich Der Bananenhandel in Österreich lässt sich verschiedene Phasen gliedern – zu Beginn dominiert noch der Import über das Mittelmeer, später wird Österreich durch die Gründung der Bananen Import 1912 in Wien in das globale Netzwerk der United Fruit Company und ihrem europäischen Ableger Elders&Fyffes eingegliedert und bezieht die meisten Bananen nun per Spezialzüge über Hamburg. In der Zwischenkriegszeit boomt die Frucht – charakterisierend sind die allgegenwärtigen Werbereklamen. Zur Zeit der Wirtschaftskrise ist die Einfuhr quasi verboten, was zu Beschwerden vonseiten der Importgesellschaft führt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelingt endgültig der Durchbruch der ehemals seltenen Luxusfrucht. 1995 ist Österreich durch den EU-Beitritt teil der Gemeinsamen Marktordnung der Banane, was zu starken Preiserhöhungen im Land führt. Aktuelle Entwicklungen im Bananenhandel sind einerseits die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Bananen, andererseits kommt es zu einer Machtverschiebung von den großen Bananenkonzernen hin zu den Supermarktketten. Auch in Österreich sind nun besonders diese gefordert, durch CSR-Initiativen die Lieferketten der Bananen fairer und menschenwürdiger zu machen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Banane Österreich Nachhaltigkeit Globale Produktionsnetzwerke Wirtschaftsgeschichte Lieferketten
Autor*innen
Michaela Wareyka
Haupttitel (Deutsch)
Das Globale Produktionsnetzwerk der Bananen und die Geschichte des Bananenhandels in Österreich
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
II, 127 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bertrand Michael Buchmann
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich ,
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.08 Wirtschaftsgeographie
AC Nummer
AC15066113
Utheses ID
46499
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1