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Pfarre Neu - Chance oder Irrweg für die Erzdiözese Wien?
pastoraltheologische Studie anhand der Pfarre "Zum göttlichen Wort"
Isabella Hierzmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Mathematik UF Katholische Religion
Betreuer*in
Johann Pock
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12490.07552.139953-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Basierend auf den Entwicklungen und Problemen der pfarrlichen Strukturen in Österreich wurde am Beginn des 21. Jahrhunderts damit begonnen, auf diese Veränderungen zu reagieren. Priestermangel, das Sinken der Katholikenzahlen in den Gemeinden und die fehlende Mitarbeit in den Pfarrgemeinderäten waren mitunter Gründe, die dazu geführt haben, dass die alten Strukturen als gescheitert gelten. 2008 veröffentlichte Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn seinen ersten Hirtenbrief, der den Anstoß für eine Reform der Pfarrstrukturen gab. „Apostelgeschichte 2.1“ wurde ins Leben gerufen. Nach diözesanen Zusammentreffen, Datensammlungen und Evaluierungen wurde ein festes Konzept erarbeitet. Bis 2015 wurde an der Vorbereitung für die Umsetzung gearbeitet, bereits Anfang 2015 begannen die ersten Pfarren sich auf die Zusammenlegung vorzubereiten. Angedacht war die Zusammenlegung mehrerer Pfarren zu einer Pfarre mit mehreren Teilgemeinden. Zentrales Ziel war die Zusammenlegung der finanziellen und organisatorischen Aspekte, mit dem Anspruch, die Entlastung der Teilgemeinden zu sichern und dem gemeinsamen Pfarrer der Teilgemeinden den Verwaltungsaufwand zu nehmen, um ihm die Konzentration auf Pastoral und Seelsorge zu ermöglichen. Im Zuge der Arbeit wurde eine solche „Pfarre Neu“ in Wien beobachtet, um die notwendigen empirischen Daten zu erhalten und das Einfühlen in die neuen Strukturen zu ermöglichen. Der Fokus lag dabei zuerst auf der Erfassung der Ängste, Zweifel und Sorgen, die der Umstrukturierung entgegengebracht wurden, und teilweise immer noch bestehen, und auf den positiven Rückmeldungen und Chancen, die sich aus der Umstrukturierung ergeben haben. Außerdem wurde festgehalten, welche negativen Konsequenzen sich aus möglicherweise schlecht durchgeführten Pfarrzusammenlegungen ergeben, woher diese kommen und welche Möglichkeiten es gibt, sie rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Neben den Ängsten und Problemen der Kirchengemeinde stellte sich des Weiteren die Frage nach dem Potential der „Pfarre Neu“ hinsichtlich Ehrenamtlichkeit, Gestaltung des Pastoralkonzeptes und Funktionsweise der Struktur „Pfarre Neu“. Das Ergebnis dieser Diplomarbeit zeigt, dass das Konzept Pfarre Neu, so wie es angedacht ist, nicht eins zu eins auf jede Pfarre angewendet werden kann. Diese Vorstellung wäre in der Praxis nicht umzusetzen. Eine Möglichkeit wäre, dass jede Pfarre individuell das für sich sinnvolle Potential aus der Umstrukturierung gewinnen könnte und so aus der Neustrukturierung die Lebendigkeit der Gemeinden aufrechterhalten werden kann.
Abstract
(Englisch)
Based on development and problems concerning the structures of Austrian parishes, in the beginning of the 21th century, Austria started to react to these changes. A little number of priests, the falling numbers of Catholics in Austrian communities and the fall of dedicated cooperation in the parishes led the structure into damnation. In 2008, Archbishop Cardinal Dr. Christoph Schönborn released his first pastoral letter that gave first impulse for parish reformation. “Apostelgeschichte 2.1” has come to life. After initial meetings, data collection and evaluation a brand-new concept was formed. Until 2015, Vienna prepared for implementation, in the beginning of 2015 a couple of parishes started to prepare for the restructuring. The new structure intended that at least more than two parishes should be allied to one new parish with several communities. The main objective intended to merge financial and organizational tasks. This aimed to reduce the workload of the communities and priests to give them more space to focus on spiritual welfare and pastoral work. In the progress of this thesis, the parish “Zum göttlichen Wort” in Vienna, to gain necessary empirial data and personal insights about the model “Pfarre Neu”. The fears, problems and doubts of the community as well as the chances regarding the restructuring were analyzed. Another examined issue was the potential of the "Pfarre Neu" regarding voluntary work, the design of the pastoral concept and the functioning structure of the model "Pfarre Neu". However, this results in the fact, that the new structure cannot be applied on every parish in Vienna. Parishes can use the new structure for individual development based on their own requirements as a chance to reinforce vitality of the Viennese parishes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Pfarre Neu Pastoraltheologie
Autor*innen
Isabella Hierzmann
Haupttitel (Deutsch)
Pfarre Neu - Chance oder Irrweg für die Erzdiözese Wien?
Hauptuntertitel (Deutsch)
pastoraltheologische Studie anhand der Pfarre "Zum göttlichen Wort"
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
167 Seiten : Diagramm
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johann Pock
Klassifikation
11 Theologie > 11.70 Praktische Theologie: Allgemeines
AC Nummer
AC15179951
Utheses ID
46554
Studienkennzahl
UA | 190 | 406 | 020 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1