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Industrialisierung und Digitalisierung - die Auswirkungen zweier technischer Revolutionen im direkten Vergleich
Stefan Rapberger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Peter Eigner
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24563.53207.258161-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Technische Innovationen bzw. der technische Fortschritt prägten soziale, ökonomische, kulturelle und ideologische Veränderungen teilweise in so starkem Ausmaß, dass die Umbruchprozesse, die sie verursachten, als Revolutionen in die Geschichtsschreibung eingingen. Die jüngste jener Revolutionen ist die „Digitale Revolution“. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden verschiedenste Bereiche beleuchtet, in denen die Digitalisierung bereits teils deutlich ihre Spuren hinterließ. Neben Veränderungen in der Landwirtschaft, der Demographie, der Makro- und Mikroökonomie wurden weitere Bereiche unter die Lupe genommen, die die Lebenswelt der Menschen im 21. Jahrhundert prägten. Um dieser Arbeit einen historischen Kontext zu geben, wurde die Digitale Revolution mit der größten Revolution technischer Natur, der Industriellen Revolution, verglichen. Seit dem „take off“ mit der Etablierung des World Wide Webs 1989 konnten in den untersuchten Bereichen Veränderungen ausgemacht werden, die im Indikator „Revolutionspunkte“ eine Einschätzung in Form eines Zahlenwertes erfuhren. Während die Veränderungen in den Lebenswelten der Menschen und der globalen Demographie hohe Werte auf dieser Skala belegen, konnte für jene der Makroökonomie nur ein kleiner Wert bestimmt werden. Dieses Ergebnis, das auf dem Fehlen eines bemerkbaren Umbruchs in der Industrie basiert, führt uns zu dem Schluss, dass die Digitale Revolution im Jahr 2018 (noch) nicht als industrielle Revolution bezeichnet werden kann. Doch selbst, wenn sie sich (noch) nicht in die Reihe der drei großen industriellen Revolutionen einordnen kann, besitzt sie doch den Charakter einer Revolution, einer gesellschaftlich-kulturellen Revolution technischen Ursprungs mit globalem Ausmaß. Neben der sehr hohen Geschwindigkeit, mit der sich die Digitalisierung global verbreitet, wodurch sie einen Großteil der Weltbevölkerung betrifft (Indikator „Globale Gewichtung“), besitzt sie ferner großes Potenzial für Umbrüche in Industrie, Ökonomie und Gesellschaft (Indikator „Potenzial“). Während sich die Digitale Revolution zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht mit der Industriellen Revolution vergleichen lässt, zeigen uns die gewichteten Vergleiche, welche Dimension sie in Zukunft aber annehmen könnte. Ihr globales Ausmaß, ihre Geschwindigkeit sowie das Potenzial für weitere künftige Veränderungen könnten sie in wenigen Jahrzehnten zu einem der größten gesellschaftlichen Umbruchsszenarien machen, die der Mensch seit über 200.000 Jahren durchlebte.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Digitale Revolution Industrielle Revolution Digitalisierung Industrialisierung Revolutionscharakter Vergleich industrielle Revolutionen Ökonomie Gesellschaft Demographie Landwirtschaft
Autor*innen
Stefan Rapberger
Haupttitel (Deutsch)
Industrialisierung und Digitalisierung - die Auswirkungen zweier technischer Revolutionen im direkten Vergleich
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
137 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Eigner
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.34 Europäische Geschichte 1492-1789 ,
15 Geschichte > 15.35 Europäische Geschichte 1789-1815 ,
15 Geschichte > 15.36 Europäische Geschichte 1815-1914
AC Nummer
AC15022734
Utheses ID
46672
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1