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Elemente einer ästhetischen Theorie der Medialität
Studien zu Günther Anders' Musik- und Bildphilosophie
Reinhard Ellensohn
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Philosophie
Betreuer*in
Konrad Paul Liessmann
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22774.63336.906262-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der Dissertation „Elemente einer ästhetischen Theorie der Medialität. Studien zu Günther Anders’ Musik- und Bildphilosophie“ werden die frühen Texte von Anders zur Musik, zur Kunst und zum Film, die großteils unpubliziert, schwer zugänglich und weitgehend unbekannt sind, historisch-systematisch kontextualisiert. Anders verfasste mehrere musikphilosophische Texte, darunter eine Habilitationsschrift zur musikalischen Situation (1930/31) und Aufsätze zum musikalischen Hören (1927) und zur technischen Reproduzierbarkeit von Musik (1930). Eine geplante Kunstphilosophie (1920er Jahre) ist Fragment geblieben, allerdings liegen zahlreiche (publizierte und unpublizierte) kunstphilosophische Analysen vor, ebenso einige Texte zur Filmtheorie insbesondere aus der Zeit des Weimarer Kinos. Ausgangsthese der vorliegenden Arbeit ist, dass Anders’ Denken ein Paradigma der Medialität inhärent ist, das er in seiner Frühphilosophie ästhetisch (im Sinn von wahrnehmungstheoretisch und kunstphilosophisch) reflektiert hat. In einer Vorüberlegung wird daher Anders’ Idee und Motiv der Medialität rekonstruiert und insbesondere sein Interesse an der natürlichen Medialität (Sehen und Hören) erörtert. In der Folge werden seine musik- und bildphilosophischen Texte in neun Einzelstudien in historisch-biographischer, werkimmanenter, ideengeschichtlicher und systematischer Hinsicht kontextualisiert. Dabei sollte neben der historisch-systematischen Einbettung ebenso deren Originarität sichtbar werden. Die Studien zur Musikphilosophie widmen sich unter anderem dem zeitgenössischen musikphänomenologischen Kontext, seiner ‚Philosophie des Hörens‘ und seiner musikphilosophischen Interpretation der Kantischen Einbildungskraft. Die Studien zur Bildphilosophie rekonstruieren den bildtheoretischen Gehalt seiner kunstphilosophischen Texte resp. den filmtheoretischen Gehalt seiner Texte zum Film und verorten diesen theoretisch (anthropologische, phänomenologische Bildtheorie; Weimarer Filmtheorie). Den Abschluss bildet eine Studie zur Begriffs- und Argumentationsstruktur seiner bekannten Fernsehkritik („Die Welt als Phantom und Matrize“) aus den 1950er Jahren. Die Einzelstudien sind einerseits Detailuntersuchungen zu spezifischen Aspekten, sie machen andererseits jene Verbindungslinien transparent, die sich von der frühen Musik- und Bildphilosophie zur späteren Technik- und Medienkritik ziehen lassen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Günther Anders Aesthetics Mediality Philosophy of Music Media Theory Theory of Perception Imagination
Schlagwörter
(Deutsch)
Günther Anders Ästhetik Medialität Musikphilosophie Musikästhetik Bildphilosophie Bildtheorie Filmtheorie Medientheorie Fernsehtheorie Wahrnehmungstheorie Einbildungskraft
Autor*innen
Reinhard Ellensohn
Haupttitel (Deutsch)
Elemente einer ästhetischen Theorie der Medialität
Hauptuntertitel (Deutsch)
Studien zu Günther Anders' Musik- und Bildphilosophie
Paralleltitel (Englisch)
Elements of an aesthetic theory of mediality
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
233 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Konrad Paul Liessmann ,
Georg Stenger
Klassifikation
08 Philosophie > 08.41 Ästhetik
AC Nummer
AC14509070
Utheses ID
47052
Studienkennzahl
UA | 092 | 296 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1